Auf den Friedhöfen von Istanbul und Ankara wurden frische Gräber für ganze Familien ausgehoben. Eine Managerin mit Ehemann und zwei Kindern, ein Wirtschaftsjournalist mit Frau und zwei Kindern, ein Arzt mit Frau und drei Kindern – sie alle und viele weitere Familien zählten zu den 76 Menschen, die bei dem Großbrand im Skihotel „Grand Kartal“ starben. „Wir trauern um Alican aus der 9. Klasse, um Elif aus der 6. Klasse und um ihre Mutter Ebru“, teilte ein Gymnasium in Istanbul mit. Medien zeigten Bilder von glücklichen Familien der oberen Mittelschicht, die in die Kamera lachen und nun nicht mehr leben. Viele wurden am Dienstag zu Grabe getragen, für Mittwoch waren weitere Beerdigungen angesetzt.
76 Todesopfer
Debatte tobt: Wer trägt Schuld am türkischen Feuerinferno?
Nach dem Großbrand in der Türkei werden Familien zu Grabe getragen, Hinterbliebene fragen: „Müssen wir die Feuermelder in den Hotels selbst überprüfen?“
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