Ein idyllisches Paradies war Lignano nie, aber das musste es auch nicht sein. Ein Strand, viel Platz und kühles, sauberes Nass - kurzum alles, was das Urlauberherz braucht. Doch zumindest der letzte Punkt trifft nicht mehr auf den „Hausmeisterstrand Nummer eins“ zu. Denn obwohl Lignano 35-mal in Folge den „Blue Flag“-Award für saubere Wasserqualität von der Foundation for Environmental Education erhalten hat, scheint die Realität eine andere zu sein. Dort, wo es Jahr für Jahr zu Pfingsten „Tutto Gas“ heißt und Partyexzesse am Strand zur importierten Tradition der Österreicher geworden sind, gibt es Sand im Getriebe. Das legen zumindest Recherchen des renommierten „Dossier“-Magazins nahe. Demnach hätte der Badeort seit Jahren ein ungelöstes Problem mit seiner Kläranlage. Diese würde nicht für die Massen an Besuchern im Sommer ausgelegt sein. Das Ergebnis: Abwasser würde die Lagune bedrohen, „Grenzwerte zur Beurteilung der Qualität des Badewassers und der Genießbarkeit von lokalen Meeresfrüchten wurden überschritten“, attestiert das „Dossier“.
Schwere Vorwürfe
Hat Lignano ein Problem mit seinem Abwasser?
Der Badeort Lignano in Italien ist mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Abwasser würde die Lagune zeitweise bedrohen, die Kläranlage würde dem Besucheransturm im Sommer nicht standhalten, schreibt das Dossier-Magazin. Verantwortliche der Wasserwirtschaft wiegeln ab.
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