Ein Sprung ins kühle Nass, um sich zu erfrischen. Bei sommerlichen Temperaturen gibt es kaum etwas Angenehmeres. Doch für eine junge Chinesin, die am Abend des 8. Juli in Shimoda in der japanischen Präfektur Shizuoka, wurde der Badespaß zu einem lebensgefährlichen Ausflug. Starker Wind trieb die Badende weg vom Strand aufs offene Meer hinaus. Erst 36 Stunden später konnte sie unterkühlt, aber lebend von der Küstenwache gerettet werden.

Die junge Frau wurde am Montagabend von ihrem Freund als vermisst gemeldet, als sie nach dem Baden nicht mehr zurückkam. Sie hatte nach Angaben ihres Partners einen Schwimmring dabei. Sofort leitete die Küstenwache eine Suche nach der Frau ein. Doch es sollten 36 Stunden vergehen, bis die Abgängige auf offener See gefunden wurde. Am Mittwochmorgen entdeckte Besatzungsmitglieder eines Frachtschiffes die hilflos im Wasser treibende Frau - rund 80 Kilometer entfernt nahe der japanischen Halbinsel Boso in der Präfektur Chiba.

Frau blieb unverletzt

Ein kleineres Schiff in der Nähe wurde informiert, die Besatzung rettete die Frau schließlich aus dem Wasser. Dort wurde sie erstversorgt. Von einem Rettungshubschrauber wurde die Frau schließlich wieder an Land gebracht und kam ins Krankenhaus. Wie durch ein Wunder war sie lediglich dehydriert und konnte das Krankenhaus schon nach kurzer Zeit wieder verlassen.

Laut Experten der zuständigen Küstenwache wurde die Frau vermutlich von der sogenannten Kuroshio-Strömung, einer schnell fließende Oberflächenwasserströmung im westlichen Pazifik, erfasst. Die Strömung fließt von den Philippinen nach Nordosten, entlang der japanischen Ostküste, ist etwa 80 Kilometer breit und bis zu 3,5 Knoten (rund 6,5 km/h) schnell. Zudem habe zum Zeitpunkt, als die Frau Baden ging, starker Wind (Stärke 5) geherrscht.