Elektro-SUV im ersten TestWarum der Ford Mustang Mach-E seinen großen Namen zu Recht trägt

Eine Kampfansage Richtung Tesla: Erste Ausfahrt im neuen, vollelektrischen Ford Mustang Mach-E.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Der neue Ford Mustang Mach-E © FORD
 

Ist das noch ein Mustang? Oder doch nur eine nostalgische Anekdote vom legendären Muscle-Car, mit dem einst der Asphalt-Cowboy Steve McQueen über die Straßen von San Francisco ritt? Die Antwort fällt nach der ersten Testfahrt des vollelektrischen Mustang-SUV Mach-E eindeutig aus.

Dieses Auto trägt das Logo des galoppierenden Pferds völlig zu Recht. Ohne Anbiederung, aber mit dem nötigen Augenzwinkern rezitiert der E-Wagen seinen V8-Motor-Vorfahren. Ob mit den „Nüstern“ an der Front oder den Lichtelementen am Heck. Dieses Auto transportiert nicht nur Menschen, sondern auch Emotionen.

Modellvorstellung: Ford Mustang Mach-E

Ford setzt alles auf eine Karte. Der angeschlangene US-Autobauer geht an die Kronjuwelen und gibt seinem ersten Elektroauto den wertvollsten Modellnamen der Firmengeschichte mit auf den Weg.

FORD

Der Crossover Mustang Mach-E wird mit zwei Batteriegrößen, Heck- oder Allrad-Antrieb sowie in verschiedenen Leistungsstufen an den Start gehen: Die Standard-Batterie hat eine Speicherkapazität von 75 Kilowattstunden, was für eine Reichweite von 450 Kilometern ausreicht. Mit der 99-kWh-Variante kommt er als Hecktriebler bis zu 600 Kilometer weit.

FORD

Mit Allradantrieb und größerem Akku wirft das SUV 248 kW (338 PS) und ein maximales Drehmoment von 581 Newtonmetern in die Waagschale.

FORD

Dazu kommt – voraussichtlich ab Anfang 2021 – die GT-Version mit 342 kW (465 PS) und rund 830 Newtonmetern, der in weniger als fünf Sekunden von 0 auf Tempo 100 schnepft.

FORD

Der Mustang Mach-E ist 4,71 Meter lang, 1,88 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Die Akkus sitzen platzsparend zwischen den Achsen im Fahrzeugboden. Unter der vorderen Haube verbrigt sich ein Kofferraum mit 100 Litern. Weitere 402 fasst das Abteil im Heck. Bei umgeklappten Rücksitzen sogar bis zu 1420 Liter.

FORD

Der Mustang Mach-E hat keine konventionellen Türgriffe. Stattdessen erkennt er, dass sich das Smartphone des Fahrers nähert, entriegelt es die Türen. Ist dessen Batterie einmal leer, lassen sich die Türen per Geheimzahl über ein Tastenfeld auf Höhe der B-Säule öffnen. Und mit einem separaten PIN-Code, der auf dem zentralen Touchscreen eingegeben wird, ist der Wagen auch fahrbereit.

FORD

Blickfang im Innenraum sind die digitalen Instrumente in der Größe von 10,2 Zoll und der 15,5 messende Touchscreen, der sich wie ein Smartphone über Wisch- und Streichbewegungen bedienen lässt.

FORD

Um das Infotainment kümmert sich das System „Sync 4“ und via Apple CarPlay, Android Auto und Ford AppLink lassen sich kompatible Smartphones und andere Endgeräte fortan kabellos einbinden.

FORD

Über die Wallbox lässt sich die Ladedauer im Vergleich zu einer konventionellen 230-Volt-Haushaltssteckdose reduzieren. Das bedeutet: In einer halben Stunde fließt nicht genügend Strom für 62 Kilometer.

FORD

Ford bietet den neuen Mustang Mach-E mit drei Fahrprogrammen an, die individuell einstellbar sind. Mit der Änderung des Fahrmodus können Elemente wie die Ambiente-Beleuchtung, die Einstellungen des Infotainment-Systems sowie das (künstlich eingespielte) Antriebsgeräusch beeinflusst werden.

FORD
1/10

Die Schönheit des Designs ist eine Kampfansage in Richtung des nüchtern anmutenden Tesla. Verzichtet aber keineswegs auf futuristische Elemente (Knopf fürs Türenöffnen, Code statt Schlüssel). Bereits das Einsteigermodell zu Preisen ab 48.900 Euro schafft 440 Kilometer Reichweite. Von 0 auf 100 km/h geht es in 5,1 Sekunden. Am 15,5-Zoll-Display kann eine teilautomatisierte Fahrassistenz aktiviert sowie drei Gangarten ausgewählt werden. „Zahm“, „Aktiv“ und „Temperamentvoll“. Also quasi: Schritt, Trab oder Galopp.

Die 2,3 Tonnen des SUV machen sich selbst bei der niedrigsten Fahrstufe schnell bemerkbar. Anders als vergleichbare Modelle, gewährt der Mach-E viel Gestaltungsfreiheit, lässt sich wahnsinnig dynamisch in die Kurven reiten. Das kann bei zu wenig Routine schnell überfordern. Aber auch den eingefleischten „Petrolhead“ zum Kauf seines ersten Elektroautos bewegen.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!