Erste AusfahrtWie sparsam der Toyota Yaris als Hybrid wirklich ist

Toyota setzt den Yaris neu auf – der auch der Hybrid wurde völlig neu konzipiert.

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Alles neu: Toyota Yaris,auch aggressiver im Design © TOYOTA
 

Alles eine Frage des Gefühls: Das Auto laufen lassen, das Gaspedal streicheln, extrem vorausschauend fahren. Unterm Strich schafften wir bei der ersten Testfahrt im neuen Toyota Yaris 4,1 Liter, im schlechtesten Fall 5,3 Liter auf 100 Kilometer. Toyota hat den Yaris neu aufgesetzt und damit vieles richtig gemacht. Das kann man schon an den ersten Verbrauchswerten ablesen.

Im Detail: Mit 3,94 Meter Länge ist er unwesentlich kürzer als sein Vorgänger, aber breiter (1745 mm, plus 50 mm), niedriger (1500 mm/–40 mm) und mit einem längeren Radstand (+50 mm). Etwas mehr Platz gibt es, aber die Position der Vordersitze hat sich geändert, was eher dem Handling (Gewichtsverteilung/andere Position) zugutekommt. Top: Auswahl an elektronischen Helferlein/Fahrassistenz.

Modellvorstellung: Toyota Yaris

Das Rätsel um Raumwunder im Kleinwagensegment ist leicht gelöst: Viele werden einfach mit jeder Generation größer und bieten dann – oh Wunder – auch mehr Platz. Der Toyota Yaris geht da einen anderen Weg: Die Japaner haben ihn in der Länge um fünf Millimeter gekappt, zugleich aber den Radstand um 50 Millimeter gestreckt.

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40 Millimeter niedriger ist er auch, ohne an Kopffreiheit einzubüßen. Dafür ist er samt der Spur an beiden Achsen breiter geworden – 50 Millimeter plus stehen in der Datentabelle. Unterm Strich ergibt das Feilschen um Millimeter jedenfalls mehr Platz für Passagiere und Gepäck.

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Der Bonsai aus Japan bekommt ein neues Hybrid-System eingepflanzt: Der Dreizylinder-Benziner hat 1,5 Liter Hubraum und arbeitet nach dem besonders effizienten Atkinson-Zyklus. Er hat einen Wirkungsgrad von 40 Prozent – mehr als viele Diesel stemmen.

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Zwar verraten die Japaner noch keine Leistungs- und Verbrauchsdaten, aber dass sich dadurch 15 Prozent mehr Systemleistung bei 20 Prozent geringerem Spritverbrauch ausgegangen sind.

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Weiterhin im Programm sind aber auch Motorisierungen ohne Stromstoß mit 1 und 1,5 Litern Hubraum.

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Den Innenraum hat Toyota mit Materialien ausstaffiert, die Augen und Fingerspitzen gefällig sind, wie zum Beispiel die Filzverkleidungen in den Türeinsätzen.

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Alle Informationen, die der Fahrer benötigt, werden auf miteinander vernetzten Bildschirmen im Cockpit dargeboten: dem zentralen Touchscreen, einem Display in der Instrumententafel sowie dem optionalen zehn Zoll großen Head-up-Display auf dem Armaturenbrett.

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Die Instrumententafel fällt schlank und niedrig aus, während die Mittelkonsole etwas breiter und höher gestaltet wurde. Dazu gesellen sich auch Features wie eine kabellose Lademöglichkeit.

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Das Lenkrad ist kleiner als bisher, um die Sicht auf die Straße zu verbessern. Fahrerassistenzsysteme wie die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und den Spurverfolgungsassistent sind sich auch noch ausgegangen.

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Herzstück ist neben zwei Benzinern (72, 121 PS) der Benzin-Hybrid (116 PS Systemleistung), der neu konstruiert wurde: Drei- statt Vierzylinder, eine leichtere Lithium-Ionen-Batterie, insgesamt schaffte man 20 Kilogramm Gewichtsersparnis. Rein elektrisch wird man auf ein, zwei Kilometer kommen (je nach Batterieladezustand), aber es geht um etwas anderes: Toyota hat das Wechselspiel der Antriebe weiter perfektioniert, auch das CVT-Getriebe wirkt entspannter, der Benziner schaltet überhaupt oft ab.

Modellvorstellung: Toyota Yaris Cross

Nicht nur mit dem Kleinwagen Yaris hat Toyota in der neuen Generation viel vor, sondern auch mit seinem Bruder.

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Der heißt Yaris Cross, ist ein SUV und kommt 2021 – wie sollte es bei den Japanern auch anders sein – auch als Hybrid auf den Markt.

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Er überragt den kleinen Bruder in allen Dimensionen, was natürlich auch mehr Platz bedeutet.

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Die Länge des Yaris Cross liegt bei 4,18, die Höhe bei 1,56 Metern. Beim Radstand liegen die Yaris-Geschwister gleich auf: 2,56 Meter.

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Hinter der Heckklappe verbirgt sich ein Kofferraum, der standardmäßig 390 Liter Volumen fasst und durch die optionale im Verhältnis 40:20:40 dreigeteilte Rückbank weiter vergrößert werden kann.

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30 Millimeter mehr Bodenfreiheit sorgen für eine höhere Sitzposition und dass in die Radkästen bis zu 18 Zoll großen Pneus passen.

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Und ja, es gibt den Yaris Cross neben Fronantrieb auch mit elektrischem 4x4.

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Natürlich ist für das SUV auch ein Hybridantrieb vorgesehen: Dafür sind ein 1,5-Liter-Benziner mit drei Zylindern und ein Elektromotor an Bord, die eine Systemleistung von 116 PS erwirtschaften.

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In der Version mit Frontantrieb liegen die CO2-Emissionen (gemessen nach dem WLTP-Zyklus) bei weniger als 120, mit Allrad bei unter 135 Gramm pro Kilometer. Weitere Motorisierungen sind in der Pipeline, zum Beispiel der Dreizylinder ohne Elektrifizierung. 

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Wenn man es ausreizt, kommt man auf 80 Prozent ohne Verbrenner. Dann steht wohl ein Dreier beim Verbrauch. Wir bemühen uns beim nächsten Mal, versprochen. Ach ja, preislich legt der neue Yaris bei 16.990 Euro los, der Hybrid ab 20.990 Euro.

Kommentare (10)
duerni
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Das Akku-Auto oder das hybride Auto, also das Auto mit zwei ..

Motoren, sind nicht die Lösung des CO2 Problems. Ob "Mild" oder "Plug-In" - zwei Motoren, weil einer nicht das Problem löst...
Leider lösen die zwei Motoren es auch nicht.
In fünf(?) Jahren wird es nicht mehr zu vertuschen sein, dass dieser Humbug eine Pleite ist.
Zu glauben, der Verkauf von Akku- und Hybrid-Autos würde signifikant zunehmen ist ein Irrglaube und wird schon 2021 zur Realität.
Es ist zu hoffen, dass die Autobauer massiv in den Wasserstoff investieren und die aktuelle "E-Mobilität" nur eine Brückentechnologie ist.

scionescio
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„ Wenn man es ausreizt, kommt man auf 80 Prozent ohne Verbrenner. Dann steht wohl ein Dreier beim Verbrauch“

Wenn der Benziner dann für seinen 20% Anteil 3,5Liter braucht, würde der Motor im 100% Betrieb 17,5Liter brauchen!
Echt jetzt? Da kenne ich Big Blocks mit 5 Zylindern mehr, die weniger verbrauchen ...

Carlo62
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Mein „Big Block“ mit 6 Zylindern verbraucht im Sommer 7,2 Liter

und im Winter 7,5 Liter je 100km

Pipo123
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Verbrauch

Der Vorgänger im Sommer ca 3,5.

melahide
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Hybrid

Ist eine Fehlkonstruktion. Das schlechteste aus zwei Welten. Der Verbrenner läuft da ja ständig um den Elektromotor anzutreiben. Das wäre so, als würde ich ein Kohlekraftwerk bauen um Wasserstoff zu erzeugen ...

theislanton
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Googeln!

Es wäre empfehlenswert, sich vorher zu informieren, wie das System Hybrid wirklich funktioniert. Jedenfalls treibt der Verbrenner nicht ständig den Elektromotor an, sondern die Batterie für den E-Motor wird durch Rekuperation geladen.

melahide
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Ja

man muss ja immer seinen Zeigefinger geben weil andere Personen sich nicht auskennen. Beim Toyota Yaris handelt es sich um einen „Mild Hybrid“. Der kann elektrisch höchstens 2 km in der Stadt fahren. Das ist nicht viel. Nur durch Bremsen können Sie auch keine Batterie aufladen ... das erzeugt ja nicht genug Energie! Das Auto wird beim Mild-Hybrid natürlich elektrisch betrieben und über den „Verbrenner“ aufgeladen.

Anders ist es beim Voll- bzw Plug-in Hybrid, den Sie vermutlich meinten. Der kann - Toyota Prius - ca 60 km elektrisch fahren. Ist dies aufgebraucht kann man „nachladen“ oder man schaltet auf das Verbrenner-System um. Die erzeugte Energie wird im Akku des Autos gespeichert weshalb er nach einer Zeit wieder elektrisch fahren kann.

Von Preis her ist der Plug-In gleich teuer wie ein reines Elektroauto (vielleicht 1-2 tausend billiger bei weniger Förderung), die Servicekosten sind teurer (2 Motoren). Einziger Vorteil ist die Reichweite

feringo
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@melahide 👍 : Heizungsvorteil

Einen wesentlichen Nachteil des reinen E-Autos haben Sie als Vorteil beim Hybrid vergessen zu erwähnen:
Im Hybrid haben Sie eine ausreichende Heizung durch den Verbrennungsmotor und brauchen so im Winter am Steuer keinen Mantel anziehen. Bei der Kritik am "Mild Hybrid" stimme ich Ihnen zu (= Werbegag für Nichtrechner). Deswegen ist der Verbrauch des Yaris relativ hoch.

Pipo123
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Vollhybrid

Nein, er ist ein Vollhybrid.

Vielleicht mal selbst einen fahren, dann wird vieles klarer. Die Stichwörter sind Lastpunktverschiebung und Rekuperation.

Ich fahre den Vorgänger bereits seit Jahren im Alltag mühelos mit ca 4,5 Liter im Jahresschnitt.

melahide
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Ah

ist er? Vollhybrid? Aber kein Plug in oder? Ich kenn nur den Opel Ampera weil wir den als Dienstauto haben
Und sie haben den Yaris? Wie ist das dann Lt ihrer Erfahrung mit den Servicekosten? Ich zahl für die Zoe ca 140 Euro Service. Beim Verbrenner hat das damals bei ca 250 -300 Euro gelegen mit Ölwechsel! Wie schaut es da beim Yaris aus, würd mich interessieren