KULTKISTENDieser Jaguar XJ6 hat Musik im Tank

Jaguars Klassikabteilung hat für Iron-Maiden-Drummer Nicko McBrain einen XJ6 mit allen Schickanen gebaut.

Der Jaguar XJ6 von Iron-Maiden-Schlagzeuger Nicko McBrain © JAGUAR
 

Der Jaguar XJ6 ist tatsächlich so etwas wie ein automobiler Evergreen – unglaubliche 50 Jahre hat die Limousine heuer auf dem eleganten Katzenbuckel. Und auch den Hardrockern von Iron Maiden sind mit Hits wie „The Number of the Beast“ oder „Run to the Hills“ einige Songs gelungen, die die Jahrzehnte überdauert haben.

Aber das ist nicht das einzige, was der Luxusliner und die britische Band gemeinsam haben. Im Auftrag von Schlagzeuger Nicko McBrain, seines Zeichens langjähriger Markenfan, hat Jaguars Klassikabteilung jetzt dessen XJ6 Serie 3 Baujahr 1984 mit modernen und klassischen Zutaten modifiziert, damit er seinen Beinamen „Greatest Hits“ auch wirklich verdient. „Das ist mein ultimativer XJ – mein dritter, ich habe ihn liebevoll ‚Johnny 3’ genannt. Das Auto ist wirklich eine Greatest-Hits-Edition und verkörpert alles, für was der XJ steht“, sagt Nicko McBrain.

Kult-Kisten: Jaguar XJ6 von Iron Maiden

Im Auftrag von Iron-Maiden-Schlagzeuger Nicko McBrain, seines Zeichens langjähriger Markenfan, hat Jaguars Klassikabteilung jetzt dessen XJ6 Serie 3 Baujahr 1984 mit modernen und klassischen Zutaten modifiziert, damit er seinen Beinamen „Greatest Hits“ auch wirklich verdient.

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Das Projekt verschlang über 3500 Arbeitsstunden, in denen über 4000 Teilen aufpoliert, ausgetauscht oder sogar ganz neu entworfen wurden. Da wären zum Beispiel spezielle Stoßfänger, die nahtlos in die stärker ausgestellten Kotflügel übergehen und mit speziellem Chromornat geschmückt sind.

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Maßgefertigte Seitenschweller und modifizierte Hintertüren sowie ein verstärktes Fahrwerk mit verstellbaren hinteren Stoßdämpfern. Die Türgriffe und die Rückspiegel stammen von der Serie 2, die Scheinwerfer wurden auf LED-Technik mit „Halo“-Tagfahrlichtsignatur umgebaut.

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Moderne Türdichtungen reduzieren Windgeräusche und sorgen für zusätzliche Schalldämmung. Damit auch die Akustik des 4,2-Liter-Reihensechszylinders stimmt, atmet der Motor über eine attraktiv gestylte Vierrohr-Auspuffanlage aus.

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Im Interieur des „Greatest Hits“-Modells trifft klassischer Jaguar Stil auf moderne Komfort- und Infotainment-Funktionen. Die von Hand bezogenen, roten Ledersitze tragen schwarze Keder. In dieser Farbe sind auch die Teppiche und der Dachhimmel gehalten.

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Für das Armaturenbrett (in dem ein Startknopf das Zündschloss ersetzt) hat Jaguar Classic nicht zufällig dunkelgrau gefärbtes Sycamore-Holz gewählt – es ist das bevorzugte Material für Nickos Wirbeltrommeln.

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Eine weitere Referenz an die Welt des Heavy Metal sind maschinell bearbeitete Aluminium-Drehregler – sie erinnern an Kontrollregler für Gitarren-Verstärker, die Nickos Freund Jim Marshall entworfen hat. Die in Chrom und Schwarz ausgeführten Pedale wiederum beziehen ihre Inspiration von Schlagzeugen.

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Das Dreispeichen-Sportlenkrad – auch das eine Sonderanfertigung – ziert Nickos persönliches Maskottchen: den „Eddie Growler“, erstmals aufgetaucht am speziell für ihn ausgestatteten Jaguar XKR-S von 2013.

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Das überarbeitete Armaturenbrett mit abgedimmter Beleuchtung dominiert ein moderner Touchscreen von Alpine.

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Über dieses Display lässt sich neben Navigation und Konnektivität unter anderem das 1100 Watt starke Sound System steuern. Es versorgt Lausprecher aus Nickos bevorzugter Audioanlage – installiert im XF Modelljahr 2012.

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Das Projekt verschlang über 3500 Arbeitsstunden, in denen über 4000 Teilen aufpoliert, ausgetauscht oder sogar ganz neu entworfen wurden. Da wären zum Beispiel spezielle Stoßfänger, die nahtlos in die stärker ausgestellten Kotflügel übergehen und mit speziellem Chromornat geschmückt sind. Maßgefertigte Seitenschweller und modifizierte Hintertüren sowie ein verstärktes Fahrwerk mit verstellbaren hinteren Stoßdämpfern. Die Türgriffe und die Rückspiegel stammen von der Serie 2, die Scheinwerfer wurden auf LED-Technik mit „Halo“-Tagfahrlichtsignatur umgebaut. Moderne Türdichtungen reduzieren Windgeräusche und sorgen für zusätzliche Schalldämmung.

Modellvorstellung: Jaguar D-Type

Dieser Tage legt Jaguar Classic das das dritte Continuation Car auf: Nach den 2014/2015 fertig gestellten sechs Lightweight E-Types und den neun Stück XKSS seit 2017.

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Diesmal handelt es sich um keinen Geringeren als den D-Type, seines Zeichens strahlender Gesamtsieger bei den 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1955, 1956 und 1957.

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Damals hatte Jaguar den Bau von 100 Einheiten geplant, stellte jedoch mangels Nachfrage im Kundensport nur 75 Modelle fertig (aus des übrigen 25 schnitzen die Briten übrigens des XKSS).

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Aber jetzt soll die Stückzahl 62 Jahre nachdem das letzte Exemplar gebaut wurde, endlich dreistellig werden.

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Durch den Zugang zu Werkszeichnungen und -Dokumenten stellen die Experten sicher, dass jeder neue D-Type exakt jenen Spezifikationen entspricht, die in den 1950er Jahren von Jaguar Rennleiter „Lofty“ England und seinen Ingenieuren festgelegt wurden.

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Kunden können zwischen einer Shortnose-Version nach 1955er- oder einer Longnose-Karosserie nach 1956er-Spezifikation wählen.

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Der gezeigte Engineering-Prototyp bildet ein Longnose-Exemplar ab, gut zu erkennen an der verlängerten Motorhaube, der berühmten Heckflosse hinter dem Fahrerkopf, dem „wide-angle“ Zylinderkopf mit größeren Ventilen und einem Schnellwechselsystem für die Bremsbeläge.

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Im Interieur des „Greatest Hits“-Modells trifft klassischer Jaguar Stil auf moderne Komfort- und Infotainment-Funktionen. Die von Hand bezogenen, roten Ledersitze tragen schwarze Keder. In dieser Farbe sind auch die Teppiche und der Dachhimmel gehalten. Für das Armaturenbrett (in dem ein Startknopf das Zündschloss ersetzt) hat Jaguar Classic nicht zufällig dunkelgrau gefärbtes Sycamore-Holz gewählt – es ist das bevorzugte Material für Nickos Wirbeltrommeln.

Eine weitere Referenz an die Welt des Heavy Metal sind maschinell bearbeitete Aluminium-Drehregler – sie erinnern an Kontrollregler für Gitarren-Verstärker, die Nickos Freund Jim Marshall entworfen hat. Die in Chrom und Schwarz ausgeführten Pedale wiederum beziehen ihre Inspiration von Schlagzeugen. Das Dreispeichen-Sportlenkrad – auch das eine Sonderanfertigung – ziert Nickos persönliches Maskottchen: den „Eddie Growler“, erstmals aufgetaucht am speziell für ihn ausgestatteten Jaguar XKR-S von 2013.

Modellvorstellung: Jaguar XKSS

Im Petersen Museum in Los Angeles hat Jaguar Classic den ersten seit fast 60 Jahren neu gebauten XKSS gezeigt. Das in der Farbe Sherwood Green lackierte Modell ist der vom Jaguar Classic Team aufgebaute Vorläufer („Car Zero“) einer Serie von neun Fahrzeugen, die 2017 an eine weltweite Kundschaft ausgeliefert wird.

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Die Geschichte dahinter ist folgende: Der XKSS gilt als einer der ersten Supersportwagen der Geschichte. Im Februar 1957 zerstörte ein Brand im Jaguar-Werk Browns Lane im englischen Coventry insgesamt 270 Autos – darunter neun noch nicht komplettierte Jaguar XKSS. Sie gehörten zu einer Kleinserie von 25 Fahrzeugen, die Jaguar auf Basis des dreifachen Le-Mans-Siegers D-Type zu Straßensportwagen umgebaut hatte.

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Die in Handarbeit und nach Originalplänen bei Jaguar Classic neu geborenen XKSS schließen nun diesen „missing link“ in der Markenhistorie. Mit den identischen Spezifikationen des Originals und mit fortlaufenden Fahrgestellnummern gehen sie zu Preisen von rund 1 Million Pfund (1,3 Millionen Euro) ab Anfang kommenden Jahres an ausgesuchte Jaguar-Kunden und -Sammler.

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Ein Schnäppchen vergleichen mit den Marktpreisen für die XKSS aus den 1950ern: Der in einer Auktion versteigerte Wagen brachte mehr als drei Millionen Euro ein.

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Für die Fertigstellung eines Fahrzeugs vergehen laut Berechnungen von Jaguar Classic 10.000 Arbeitsstunden. Neben auf Basis originaler Werkszeichnungen neu gebauten Teilen kommt moderne Produktionstechnologie zum Einsatz. So stellte das Team ein digitales Abbild eines XKSS von 1957 her. Die detaillierte Abtastung umfasste das ganze Modell – von der Karosserie über das Fahrwerk bis zu allen Einzelteilen.

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Wie anno 1957 besteht auch die Karosserie des „neuen” XKSS aus einer Magnesium-Legierung. Da die Original-Holzformen, über die die Bleche per Hand in Form geklopft wurde, nicht mehr existieren, rekonstruierte sie Jaguar Classic mit Hilfe von Originalkarosserien aus den 1950er-Jahren. Über den neuen Formen werden nun die Karosseriebleche von kundiger Hand manuell geformt.

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Unter der Motorhaube sorgt der 3,4 Liter große Reihensechszylinder aus dem dreimaligen Le-Mans-Sieger Jaguar D-Type für Vortrieb. Der 262 PS starke Motor kommt mit komplett neuem Block und Zylinderköpfen aus Gusseisen sowie drei Weber-Vergasern vom Typ DCO3. Für die Original-Version des in erster Linie für nordamerikanische Kunden gedachten XKSS nannte Jaguar 1957 eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h.

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Auch im Interieur taten die Handwerker alles, um ein möglichst zeitgenössisches Cockpit-Feeling zu erzeugen. Vom Holz für das Lenkrad über die Narbung der Ledersitze und die Messing-Knöpfe am Armaturenbrett bis zu den Smiths-Rundinstrumenten ist exakt alles so wie vor fast 60 Jahren.

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Abweichungen von der historischen Vorlage gab es dort, wo die Sicherheit für Fahrer und Beifahrer erhöht werden konnte. Wie zum Beispiel beim Tank, der aus einem moderneren und robusteren Material gefertigt ist.

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Der XKSS ist nach den sechs 2014/15 gefertigten Nachbauten des E-Type Lightweight das zweite historische Modell, das Jaguar Classic zu neuem Leben erweckt. Durch das E-Type-Projekt lernten die Ingenieure, wie man einen Klassiker unter Wahrung seiner Original-Spezifikationen neu auflegen kann.

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Das überarbeitete Armaturenbrett mit abgedimmter Beleuchtung dominiert ein moderner Touchscreen von Alpine. Über dieses Display lässt sich neben Navigation und Konnektivität unter anderem das 1100 Watt starke Sound System steuern. Es versorgt Lausprecher aus Nickos bevorzugter Audioanlage – installiert im XF Modelljahr 2012. Damit auch die Akustik des 4,2-Liter-Reihensechszylinders stimmt, atmet der Motor über eine attraktiv gestylte Vierrohr-Auspuffanlage aus.

Nach McBrains Umzug nach Amerika hatte der XJ viele Jahre auf dem Grundstück von Iron-Maiden-Bassgitarrist Steve Harris gestanden. Im Greatest-Hits-Modell tauchen viele der während dieser Zeit wohl behüteten Teile erneut auf: von der ikonischen Kühlerfigur in Form des springenden Jaguars – die Nicko überhaupt erst dazu brachte, das Auto zu kaufen – bis zu den Original-Zündschlüsseln von 1984.

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