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Camping in der CoronakriseWas man vor dem ersten Urlaub mit Reisemobil oder Wohnwagen wissen muss

Die Coronakrise befeuert den Campingtrend der letzten Jahre noch weiter. Was Neulinge zu Führerschein, Preisen, Übergabe und Route wissen müssen.

© Mirko/stock.adobe.com (AXXEL6_+_VIEW-APART)
 

Heuer wird es für viele das erste Mal sein - das Abstandhalten fällt bei  kaum einer anderen Art des Urlaubs so leicht, wie beim Camping. "Wer heuer erstmals eine Tour mit 'Haus auf Rädern' machen möchte, kann dafür ein Reisemobil oder einen Wohnwagen bei einem Fahrzeugvermieter oder -händler ausborgen", sagt Tomas Mehlmauer, Präsident des Österreichischen Camping Clubs (ÖCC). Auch Online-Vermittlungsportale, die Interessierte mit privaten Anbietern von Campingfahrzeugen zusammenbringen, seien eine gute Anlaufstelle.

"Zu beachten ist aufgrund der aktuell unsicheren Buchungslage, dass man bestenfalls auch kurzfristig wieder stornieren kann. Viele Anbieter zeigen sich dahingehend kulant. Man sollte vor einer Buchung aber unbedingt beim Vermieter direkt nachfragen, um alle Möglichkeiten zu besprechen und eine faire Lösung zu finden", rät der Experte. 

Top 10: Die höchstgelegenen Campingplätze Österreichs

Platz 10

1200 Meter: Winterfeste Wasser- und Abwasseranschlüsse zeichnen die Stellplätze des Campingplatzes Ötztaler Naturcamping aus. Zur kalten Jahreszeit wird Winter- sport-Liebhabern einiges geboten: Mit einer Rodelbahn, Wanderwegen und Langlaufloipen direkt ab dem Campingplatz lassen sich die winterlichen Tage dort sehr gut verbringen. Im Sommer lockt ein besonderes Erlebnis: die hauseigene Mühle ist immer noch in Betrieb und Hobby-Bäcker können hier aus Korn Mehl mahlen und sich an ihrem eigenen Brot versuchen. 

Ötztaler Naturcamping

Platz 9

1200 Meter: Im Sommer wie im Winter weiß das Zugspitz Resort in Tirol zu überzeugen: Auf diesem Campingplatz haben Besucher einen traumhaften Ausblick auf die Alpen. Ob Naturliebhaber oder Bergsportler - jeder kommt hier auf seine Kosten. Die zahlreichen Aktiv- und Freizeitangebote können Gäste kostenfrei nutzen. Private Badehäuser können Urlauber bei Bedarf gegen eine kleine Gebühr mieten. Achtung: wegen Renovierung sind das Restaurant und der Wellnessbereich bis Dezember 2019 geschlossen.

PINCAMP

Platz 8

1208 Meter: Camping Ramsbacher in Rennweg am Katschberg hat für jeden etwas zu bieten: Im Winter bringt z.B. der kostenfreie Bus die Saisonsportler direkt ins Herz des Snowboarder- und Skifahrer-Paradies. Gleichzeitig ist für Langläufer eine Loipe nur wenige Meter vom Campingplatz entfernt. Für Camper mit Wohnmobil und Wohnwagen gibt es in der kalten Jahreszeit Stellplätze mit einer Fläche von mindestens 100 m2. Sobald es wärmer wird, lädt das Hochgebirge zu ausgedehnten Spaziergängen und Mountainbiketouren ein. Auch ein Skatepark sowie ein beheiztes Schwimmbad sorgen für Erholung und machen den Sommerurlaub zu einem sportlich abwechslungsreichen Erlebnis.

PINCAMP

Platz 7

1228 Meter: Camping Arlberg hat das ganze Jahr über geöffnet. Während zur Wintersportsaison ein Shuttle Snowboarder und Skifahrer zur Talstation bringt, wird im Sommer aus dem Ski- ein Wanderbus. Und auch fürs Wohlbefinden ist mit einem ganz besonderen Schmankerl gesorgt: Alle Stellplätze besitzen ein privates Badehaus in einzigartiger Atmosphäre des Arlbergs. Darüber hinaus lockt nebenan eine kostenpflichtige Wellness-Oase inklusive Poollandschaft. 

PINCAMP

Platz 6

1250 Meter: 80 Plätze: Klein, fein und wenig Luft nach oben - Camping Vorderboden ist auch unter den höchstgelegenen Campingplätzen Österreichs zu  finden. Für Familien ist es ein idealer Ort, um der lauten Großstadt zu entfiehen. Ein besonderes Highlight ist die Sommerbergbahn, deren Nutzung für Camper im Übernachtungspreis inklusive ist. Lebensmittel gibt es im eigenen Supermarkt. Im Winter ist der Campingplatz geschlossen.

PINCAMP

Platz 5

1270 Meter: Bei Camping Kaunertal sind Liebhaber des motorisierten Zweirads sehr gut aufgehoben. In einer beeindruckenden Natur samt Bergpanorama und Wasserfall laden die Tiroler Berg- und Talrouten besonders zum Motorradausflug ein. In der Betriebszeit von Mai bis Oktober stehen den Bikern neben einer Garage, einer Schrauberecke auch eine Hebebühne zur Verfügung. Für diejenigen ohne Motorrad: Mit einem Tennisplatz, Fitnessraum, Wellnessbereich im angeschlossenen Hotel (u. a. Sauna, Solarium und Beauty-Abteilung) und dem Kaunertalmuseum ist für genügend aktive wie erholsame Freizeitmöglichkeiten gesorgt. 

PINCAMP

Platz 4

1280 Meter: Auf gleicher Höhe wie Camp Alpin Seefeld gelegen ist der Nationalpark-Camping Großglockner. Das familiengeführte Camper-Domizil liegt am Fluss Möll und beeindruckt mit einem traumhaften Blick auf das steil aufragende Felsmassiv. Für Wintersportler laden ein kostenfreier Shuttle und schöne, direkt angebundene Langlaufloipen zum Schneevergnügen ein. Außerdem gibt es einen Motorrad-Campingplatz und eine Pension, die ganzjährig zu Übernachtungen einlädt.

Nationalpark-Camping Großglockner

Platz 3

1280 Meter: Das Camp Alpin Seefeld besticht nicht nur durch seine Höhenlage, sondern auch durch das malerische Naturidyll. 2019 wird der Campingplatz umgebaut.

Camp Alpin Seefeld

Platz 2

1370 Meter: Während im Winter Skigebiete unzählige Sportbegeisterte anlocken und die Schneelandschaft zum Wandern einlädt, ist auch die Therme Längenfeld in der Nähe von Camping Sölden einen Besuch wert. Darüber hinaus ist der Campingplatz direkt neben der Bergbahn in Sölden gelegen und besitzt einen eigenen Wellnessbereich. Verteilt auf 300 Kilometer Wegstrecke locken im Sommer außerdem zahlreiche Wander- und Mountainbikerouten. Auch Rafting und Kajakausflüge gehören zu weiteren spannenden Freizeitangeboten. Für Wohnmobil- und Wohnwagenbesitzer interessant: Jeder Stellplatz ist mit einem Abwasserkanal ausgestattet. 

PINCAMP

Platz 1

1500 Meter: Höher geht's kaum: In Osttirol, genauer gesagt in Kals am Großglockner, bekommen Camper mehr als genug Höhenluft. Mit 1500 Meter liegt Nationalpark-Camping im Ranking von Pincamp, dem Campingportal des ADAC, in Österreich am höchsten. Eine Langlaufloipe direkt vorm Platz, 14 Liftanlagen sowie eine Kinderskischule versprechen vor allem im Winter umfassende Aktivitäten für Groß und Klein. Im Sommer laden zahlreiche Wander- und Mountainbikestrecken zu sportlicher Betätigung ein. Und: Auch Angelfans kommen auf ihre Kosten, denn in der Region ist das sogenannte Fliegenfischen weit verbreitet.

PINCAMP
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Davon abgesehen sollten Camper-Neulinge folgendes beachten:

  • Führerscheinklasse: "Die Führerscheinklasse B ist in den meisten Fällen ausreichend – diese berechtigt zum Lenken eines Wohnmobils oder eines Gespanns mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3500 Kilo", weiß der ÖCC-Experte.
  • Mindestdauer & Preise: Das Minimum der Mietdauer beträgt oftmals sechs Tage. Bei einem Reisemobil muss man je nach Größe, Leihdauer und Reisesaison mit Kosten zwischen mindestens 100 und 150 Euro pro Tag rechnen. Caravans sind oft günstiger.
  • Vergleichen: "Es lohnt sich, die Mietangebote hinsichtlich Freikilometer, Vollkaskoversicherung oder Selbstbehalt zu vergleichen – und dabei auch auf 'versteckte' Kosten wie Miete von Geschirr oder Endreinigung zu achten", rät der ÖCC-Experte.

  • Wohnwagen – Zuglast beachten: Praktisch ist bei Caravans, dass man mit dem Zugfahrzeug problemlos Ausflüge in die Umgebung machen kann. Voraussetzung dafür ist eine Anhängerkupplung und eine ausreichende Zuglast. Bei der passenden Auswahl kann meist der Vermieter behilflich sein.
  • Vertrag: Unbedingt lesen sollte man das Kleingedruckte des Mietvertrags. Übergabe und Rückgabe müssen hinsichtlich Zeit und Ort fixiert sein. Eventualitäten wie während der Reise nötige Reparaturen sollten geklärt sein.
  • Übergabe: "Da das Handling insbesondere für Anfänger ungewohnt ist, sollte man sich für die Fahrzeugübergabe ausreichend Zeit nehmen", rät Mehlmauer. "Aufgaben wie An- und Abkuppeln beim Wohnwagen, Wassertank füllen oder Gasflasche wechseln lässt man sich am besten demonstrieren." Mängel am oder im Fahrzeug trägt man lieber gleich in den Mietvertrag ein, so gibt es später keine Diskussionen.

  • Vorab üben: "Ob Reisemobil oder Wohnwagen – vor der Abfahrt in den Urlaub sollte man auf bekannten und wenig belebten Straßen das Fahren üben. So bekommt man ein Gefühl fürs Fahrzeug und fährt sicherer", empfiehlt der Experte.
  • Routenplanung: Serpentinen oder enge Gassen stellen Anfänger vor Herausforderungen. Stattdessen sind eine einfach Route und nicht zu lange Etappen ratsam. Ideal für Anfänger sind Routen, die bereits mit dem Pkw zurückgelegt wurden.

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