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Walter Röhrl testetWarum Wasserstoffautos wie der Hyundai Nexo das Thema der Stunde sind

Walter Röhrl, Doppel-Rallye-Weltmeister und Kleine-Zeitung-Cheftester, über den Hyundai Nexo.

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Klartext statt heiße Luft: Walter Röhrl und der Hyundai Nexo © OLIVER WOLF
 

"Der Stoff, aus dem die Zukunft ist“ - das schrieben meine Kollegen aus der Mobilitätsredaktion zum Thema Wasserstoff. Es ist eine Zukunft mit all ihren Unabwägbarkeiten, wie man auch aus den Aussagen der Industrie ablesen kann. Die einen - vor allem aus Korea und Japan - sprechen bereits von einer „Wasserstoff-Gesellschaft“, deren Realisierung in 15 bis 20 Jahren gelingen soll. Andere Hersteller, wie in Europa, steigen eher auf die Bremse. Für einen schnellen Umstieg seien die aktuellen Kosten der Wasserstoffproduktion etc. noch zu hoch.

Kommentare (11)

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duerni
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Das Akku-Auto ist der Deckmantel der Politik, um .........

..... deren jahrelange Untätigkeit zu verschleiern. Wieder ein Beweis, dass die Politik keine technologischen Entscheidungen treffen kann/soll.
Der Hype um Akku-Autos ist reine Geld- und vor allem Resourcenverschwendung.
Man baut jetzt:
- Gigafactorys für Akkus, beutet weltweit knappe Recourcen aus, um in wenigen Jahren ein neues Problem des Recyclings zu kreieren
- eine völlig neue Infrastruktur von "Stromzapfsäulen", die im kommenden H2-Zeitalter zu Relikten der Dummheit verkommen.
Akku-Autos sind Marketingstrategie:
- heute: Akku-Auto der Umwelt zuliebe
- in zehn Jahren: H2-Autos der Umwelt zuliebe
Beides um die Autoindustrie reich .......
und die Natur arm zu machen

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Ifrogmi
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ein vertreter der heimischen stromanbieter ...

... hat im interview vor einiogen monaten dargelegt, dass ein bis 2 e-autos pro siedlung kein problem darstellen. sobald aber der 3. und 4. dazukommen muss die gesamte infrastruktur neu geschaffen werden: neue trafos, neue, stärkere kabel, einfach alles.
und wer wird das bezahlen?
und wer wird daran verdienen?
ein schelm, wer böses denkt.
aber so wird sich türkis-grün perfekt ergänzen, dafür gibt es dann einen fetten anteil vom kuchen.

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scionescio
2
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@duerni: Gut auf den Punkt gebracht!

Vom Karbon- ins Wasserstoffzeitalter lautet die Devise - ohne teuren Umweg über sauteure, gefährliche und umweltschädliche Akkutechnologie!

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melahide
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Bis

Wasserstoff Serienreife hat, aus erneuerbarer Energie gemacht wird und die Sicherheitsbedenken ausgeräumt sind, das dauert leider noch ein paar Jahre. Bis dahin sollte man dennoch dringlich den Verbrenner in ein E-Auto tauschen!

Zum Thema Tankstellen. Ich hoffe sehr, dass Wasserstoff in dieser Struktur vertrieben wird und nich ein eigenes Tankstellen-Netz geschaffen wird. E-Ladestationen wurden damals auch nicht an den Tankstellen angeschlossen, obwohl das Sinn macht, wie man zb in Slowenien sieht

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scionescio
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Batteriebetriebene eAutos sind maximal eine Brückentechnologie und haben das Ablaufpickerl quasi schon auf der Stirn!

Jeder Steuereuro, der in eine bald obsolete Infrastruktur investiert wird, ist reinste Verschwendung - und jeder der sich ein batterieelektrisches eAuto zulegt, demonstriert damit nur seine Leidensfähigkeit und das er es sich anscheinend leisten kann, Geld beim Fenster rauszuwerfen ... zusätzlich schadet er der Umwelt, weil mit der Erzeugung und den verbrauchten Akkus ein Umweltproblem erster Güte geschaffen wird und der Umstieg auf eine nachhaltige, sinnvolle und klimafreundliche Technologie unverantwortlich verzögert wird!

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Geerdeter Steirer
6
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"eine nachhaltige, sinnvolle und klimafreundliche Technologie"

Welche meinst den jetzt ernsthaft ?

Der erste Schritt meiner Meinung nach ist ein entschleunigen und ein wirklich zweckmässiger Gebrauch des Fortbewegungsmittels, das ist mal der erste wichtige Schritt zu einer Verbesserung und vor allem Reduzierung von schädlichen Stoffen.

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scionescio
5
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@geerdeter Steirer: in erster Linie der flächendeckende Ausbau umweltfreundlicher Öffis (zB Zug, Strassenbahn, U-Bahn) in Verbindung mit intermodalen Ergänzungen (zB Fahrrad/eAuto am Bahnhof)

... und das ganze mit zeitgemäßer IT so verständlich und zugänglich gemacht, dass auch meine Mutter das per App in zwei Minuten buchen/reservieren/bezahlen kann.
Dort, wo das wirtschaftlich nicht sinnvoll möglich ist, müssen wir weg vom Besitz- und Statusdenken und zu einer breiten Akzeptanz von Sharing kommen - nur so werden a la long Ressourcen geschont, Parkflächen und Staus minimiert - ein Auto in Privatbesitz ist kein Fahrzeug sondern eigentlich ein Stehzeug und hat eine so geringe Auslastung, dass jeder Produktionsbetrieb sofort pleite wäre, wenn seine Maschinen auch so wenig genutzt würden.
Da das eigentlich Problem das Speichern von Energie ist und Wasserstoff nun einmal die größte Energiedichte besitzt (ca. Faktor 100 im Vergleich zu einem Akku) und mit einer Brennstoffzelle wieder verhältnismäßig einfach zu Strom gemacht werden kann, um damit ein Fahrzeug mit eMotor bei einer Tankzeit von 5 Minuten 1000km weit zu bewegen, wird am Wasserstoff kein Weg vorbeiführen - noch dazu, wo Wasserstoff sehr einfach durch Elektrolyse mittels Solar-, Wind- und Wasserstrom klimafreundlich erzeugt werden kann und bei eAutos mit Wasserstoff als Energiespeicher nur Wasser aus dem Auspuff kommt!
Da ein paar Glücksritter schon gewaltige Summen in die Akkutechnologie investiert haben und auch einmal daran verdienen möchten, sorgt ein unheilige Lobby dafür, dass unsere Politiker nach wie vor mit Steuermilliarden eine Auslauftechnologie (Energiespeicherung in Akkus) subventionieren!

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Kristianjarnig
0
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Wasserstoff wird sicher in einiger Zeit(ich vermute mindestens 10-15 Jahre)...

....eine Alternative sein.

Dazwischen muß meiner Meinung nach weiter der moderne Diesel(also ab Euro 6) als Brückentechnologie dienen, ganz einfach weil sie sparsam sind(Hirn beim Autokauf natürlich wie immer vorausgesetzt, ich würde die "Vernunftsgrenze" defintiv beim 2 Liter Diesel(also um die max 190PS) ziehen - alles darüber verbraucht natürlich einfach zuviel, logisch mit 3, 4 oder gar 5 Liter Dieselmonstern wie nun bei Audi gesehen) und über eine unbegrenzte Reichweite verfügen.

Ich plane einen Neukauf, Elektro(Tesla 3, Kona, i3) war lang der Favorit bis ich mich sich sehr genau mit der Materie(effektive Reichweite, Ladernetz, Akku Lebensdauer, Wartung, und und und) auseinandersetzt, alle Vor- und Nachteile abgewogen.
Letztlich wurde mir klar das E-Autos einfach noch zu teuer(zumindest die ich im Auge hatte weil passend für mein Fahrprofil) sind verglichen mit den Möglichkeiten die sie bieten. Für mich zumindest. Andere mögen anders urteilen, die Kaufen ja auch einen Tesla ohne Servicenetz und sind froh darüber weil es ihnen reicht einfach nun den "Tesla Status" zu haben.
Ich werde mir als mein "Brückenauto" einen weiteren, natürlich moderenen und so sauber wie möglichen, Diesel holen.

7-8 Jahre später werden wir dann sehen was sich technisch und VOR ALLEM bei der Infrastruktur getan hat. Derzeit mag es LOKAL in Ordnung sein ein E-Auto zu haben, Viel- und vor allem Langstreckenfahrer(z.b. Italien) stehen hier derzeit einfach noch vor zuvielen Schwierigkeiten.

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melahide
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Diesel

war für mich keine Alternative. Die Ölförderung zerstört ganze Landstriche, der Transport zu viel Energie, die Verarbeitung sowieso. Und dann wird das alles in die Luft geblasen, weil jeder einen SUV haben muss. Ein Schlachtschiff mach dem anderen.

Damit hätte man vor Jahren aufhören müssen. E-Auto ist und bleibt sauberer!

Zu weitere Strecken: fahre ich auch, hab damit kein Problem. Das Problem ist eher, dass Menschen Vorurteile haben und sich davon die Meinung bilden. „Der böse Akku“ (Öl ist nicht besser), „Die Reichweite“ (80 % der Fahrten sind unter 20 km, statistisch), „das lange Laden“ (geht am Schnelllader recht flott, bisschen Beine vertreten, ein Kaffee trinken) ... und jetzt reden alle vom Wasserstoff. Und damit hat man eine Ausrede! „Ich würd ja. Sofort. Aber ich bin arm. Das Opfer. Es gibt noch keine Autos. Dabei würd ich. Und jetzt MUSS ich Stinkediesel weiter fahren. Ich armer“!

Es gibt eine alltagstaugliche Alternative.

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scionescio
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@melahide: bei den eAutos gibt es natürlich keine Schlachtschiffe...

... wenn du nur ein bisschen Reichweite haben willst, bist du sofort bei Tesla Model S und X, etron, I-Pace, EQC, etc. - das sind keine Schlachtschiffe?
Ein vernünftig dimensionierter Diesel auf dem letzten Stand der Technik ist aktuell die umweltschonenste, billigste und komfortableste Möglichkeit das individuelle Mobilitätsbedürfnis zu befriedigen, wenn Öffis/Fahrrad/Sharing aus bestimmten Gründen nicht in Frage kommen.
Den Diesel durch batterieelektrische eAutos abzulösen, ist wie den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben- kein Problem wird dadurch gelöst, sondern ein neues (Akku!) geschaffen!

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scionescio
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@Kristianjarnig: dem ist nicht viel hinzuzufügen ...

... außer dass Wasserstoff schon viel früher eine Alternative sein könnte, wenn unsere Politiker mehr auf die Experten und weniger auf Großspender und Lobbyisten hören würden.
Im Vorreiterstaat Kalifornien wird mittlerweile massiv in Wasserstoff investiert, in Deutschland sperrt alle zwei Wochen eine Wasserstofftankstelle auf, die zugehörige Technologie ist längst serienreif (obwohl noch sehr viel ungehobenes Potential in der Brennstoffzelle und sauberen Wasserstoffgewinnung liegt), deutlich umweltfreundlicher und vor allem viel sicherer als der brandgefährliche Akku.
Bosch als einer der größten Zulieferer hat die Zeichen der Zeit erkannt und investiert nicht mehr in die Akkutechnologie - ich weiß von vielen Gesprächen mit meinen Kunden, dass in der Automotive Branche außer dem Ankündigungsweltmeister kaum jemand an einen Durchbruch des batterieelektrischen eAutos glaubt, aber dumme Politiker zwingen eine ganze Industrie in ein kostspieliges und ungewisses Abenteuer - sicher ist dabei nur, dass sich die Konjunktur eintrübt (die Autoindustrie ist die Konjunkturlokomotive in Europa), Arbeitsplätze verloren gehen, die Konsumenten zu teuren Fehlinvestitionen verleitet werden und der Umwelt zusätzlich geschadet wird.

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