Bei einem Silver Meeting der Continental Tour der Leichtathletik in Banska Bystrica sind am Dienstag zwei österreichische Rekorde gefallen. Der eine war erst wenige Wochen alt gewesen, Christania Williams verbesserte die ÖLV-Bestmarke von Isabel Posch über 100 m um 4/100 auf 11,06 Sek. - als Dritte zeitgleich hinter der fünffachen jamaikanischen Sprint-Olympiasiegerin Elaine Thompson-Herah. Niklas Strohmayer-Dangl dafür löschte den fast 41 Jahre alten 400-m-Hürden-Rekord aus.

Den hatte Thomas Futterknecht im Jahr 1985 mit 49,33 Sek. aufgestellt. Strohmayer-Dangl war dieser Zeit schon einige Male nahe gekommen, diesmal steigerte er sich auf 49,18. Auch der 24-jährige Burgenländer wurde in der Slowakei nach einem nach eigenen Angaben nicht perfekten Lauf damit Dritter. „Ich glaube, es hat sich mehr als nur abgezeichnet. Trotzdem ist es jetzt schön, dass es nun endlich passiert ist. Mit dem Rekord ist ein großes Karriereziel abgehakt und der Weg bzw. die Form Richtung Birmingham stimmt“, meinte er in Hinblick auf die EM im August.

Dafür hat sich nun auch Williams qualifiziert, das Limit liegt bei 11,18. „Ich bin geschockt und überrascht, aber ich vertraue dem Prozess“, sagte die Ehefrau von Sprint-Nationaltrainer Philipp Unfried. „Die heutige Leistung gibt mir so viel Selbstvertrauen für die Europameisterschaften.“ Die 31-Jährige ist seit 30. November 2025 für Rot-Weiß-Rot startberechtigt und vertrat Österreich bei den Olympischen Winterspielen im Februar im Zweierbob im Schlitten von Katrin Beierl. Über 110 m Hürden gewann in der Slowakei Enzo Diessl in 13,25, über 400 m Susanne Gogl-Walli in 53,11.