Pete Hegseth hat wieder eine Idee. Ab dem Alter von 30 Jahren sollen Soldaten der US-Armee künftig verpflichtend einen Testosteron-Test ablegen, erklärte der Verteidigungsminister, der sich selbst als Kriegsminister bezeichnet. Sogar von einer „heiligen Pflicht“ sprach er, die Leistungsfähigkeit der Soldaten zu optimieren. Wird ein Mangel festgestellt, werde eine Behandlung „empfohlen“.

Man kann sich nur wundern. Seit wann ist es für gesunde Männer gesund, künstlich Testosteron zuzufügen? Seit wann hängt Leistungsfähigkeit nur vom Testosteron ab? Hegseth ist bekannt dafür, im Rambo-Modus durch die Welt zu stapfen. Aber muss man Männlichkeit wirklich noch über Hormonlevel und Bizepsgrößen definieren? Ganz zu schweigen davon, dass die moderne Kriegsführung von Soldaten eher Hirn als Hormone erfordert.

Einstweilen wäre es mannsmäßig super, wenn Minister Hegseth seine ganze, allmählich auch abnehmende Kraft in die Beendigung des Iran-Krieges stecken würde.