Bernhard Engler widmete sein ganzes Leben der Medizin. Am 6. Juli verstarb aber der Lungenfacharzt aus Klagenfurt.

Nicht nur seine Familie, auch ein guter Freund und Kollege trauert um den 64-Jährigen. „Bernhard Engler war ein sehr bescheidener und extrem verlässlicher Mensch“, sagt Othmar Haas. Gemeinsam mit Engler führte er eine Ordination in der Klagenfurter Innenstadt. Entsprechend betroffen zeigt er sich nun von Englers Ableben. „Die Patienten haben ihn sehr geschätzt. Er hat alles probiert und kämpfte bis zum Schluss.“

Bis zum Schluss in der Ordination aktiv

Engler verlor den Kampf gegen den Krebs. Ende 2024 erhielt er die Diagnose, stand trotz seiner Krankheit in der Ordination. Eine 15-stündige Operation führte nicht zum erhofften Ergebnis. Im Mai musste Engler aufgrund seiner Krankheit allerdings kürzertreten und kehrte der Ordination den Rücken. „Sowohl beim Personal als auch bei den Patienten herrscht große Betroffenheit“, sagt Haas.

Engler kam am 8. November 1961 in Klagenfurt auf die Welt. Nach dem Studium in Graz und dem Turnus in St. Veit kehrte er nach Klagenfurt zurück. Von 1991 bis 2007 war der Lungenfacharzt am Klinikum Klagenfurt aktiv, prägte dort den Bereich der Raucherentwöhnung. Im Jahr 2007 gründete er gemeinsam mit Haas eine Gruppenpraxis.

Engler pflegte einen gesunden Lebensstil, verzichtete auf Alkohol und Zigaretten. „Dass genau er an Krebs stirbt, kann man nur schwer nachvollziehen“, sagt Haas. Die Verabschiedung fand bereits im engsten Familienkreis statt.