Es duftet nach frisch gemahlenem Kaffee, in der Vitrine warten hausgemachte Mehlspeisen. Die Kaffeestube der Familie Slodnjak in der Feriensiedlung Hohentauern ist noch ein echter Geheimtipp. Das kleine Vintage-Café punktet mit seiner ungewöhnlichen Einrichtung – kein Stuhl gleicht dem anderen, keine Tasse ist 0815-Geschirr – und dem Ausblick durch eine Glasfront direkt auf den Großen Hengst.

Offen steht die 2023 eröffnete Kaffeestube nicht nur den Gästen der „Sloho“-Appartements in Hohentauern, sondern auch Einheimischen. „Das wissen viele noch nicht“, erzählt Damira Slodnjak. Ihr Herzblut fließt in die Einrichtung und aufwändige Dekoration des Betriebes in der kleinsten Gemeinde der Steiermark. Von Papa Vladi stammt der selbst gemachte Schnaps in der Vitrine, Mama Jelka sorgt für slowenische Spezialitäten wie gebackene Topfentorte.

Das Café im Vintage-Stil kann auch von Einheimischen besucht werden
Das Café im Vintage-Stil kann auch von Einheimischen besucht werden © KLZ / Sarah Ruckhofer

Ein kurioser Zufall

„Wir sind ein reiner Familienbetrieb, das spüren unsere Gäste auch“, erzählt Tochter Damira. Der Name „Sloho“ ist eine Kombination aus Slowenien und Hohentauern, also der alten und der neuen Heimat der Familie. Dass es sie ins Bergdorf verschlagen hat, ist einem kuriosen Zufall geschuldet: „Meine Mama wollte über Weihnachten und Silvester Urlaub buchen in Österreich. Sie hat ein Holzhäuschen gefunden und dachte, es wäre zu vermieten. In Wirklichkeit war es eine Immobilienanzeige“, schmunzelt Damira. Als die Mutter den Irrtum bemerkt, hat der Vater bereits Gefallen gefunden.

Der Rest ist Geschichte: 2012 erwerben die Slodnjaks zwei Ferienwohnungen in Hohentauern, bauen wenige Jahre später neue, moderne Appartements. Neun sind es heute, und dazu vier private Sauna-Häuschen. Die Einrichtung stammt ausschließlich von lokalen Tischlern. Heuer hat sich die Ausrichtung des Betriebes geändert, man spricht nun mit „Adults Only“ Erwachsene an, dazu auch Hundebesitzer. „Als kleiner Betrieb muss man schauen, dass man eine Nische findet“, so Damira Slodnjak. Die Gärten der Appartements sind alle umzäunt, besonders die privaten Saunen stoßen auf Interesse.

Großen Wert legt die Familie auf persönliche Betreuung der Gäste und Regionalität. Die Zutaten für die Frühstücks-Kisten kommen alle von Bauernhöfen aus der Region. Regionale Schmankerl und von Mama Jelka selbst gemachte Produkte wie Marmeladen und eingelegte Eierschwammerl kann man übrigens auch im Café erwerben. Geöffnet hat die Kaffeestube täglich außer Mittwoch von 8 bis 11 und von 15 bis 18 Uhr.

Blick von der Kaffeestube auf die Hohentauerner Bergwelt
Blick von der Kaffeestube auf die Hohentauerner Bergwelt © Cathrine Stukhard