Eine deutsche Radfahrerin, die am 23. Juni in einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße über das Sellajoch im Trentino mit einem Motorrad zusammengestoßen war, das der frühere Südtiroler Skirennläufer Peter Runggaldier gefahren hatte, ist gestorben. Nach dem Unfall wurde sie zunächst im Krankenhaus San Maurizio in Bozen behandelt und später in eine Klinik in Bayern verlegt. Dort erlag sie ihren schweren Verletzungen, wie Medien berichteten.
Der 57-jährige Runggaldier war italienischen Medien zufolge auf der Passstraße zum Pordoijoch bei Canazei im Trentino mit dem Motorrad unterwegs gewesen und mit der Deutschen zusammengestoßen, die sich während ihrer Hochzeitsreise im Trentino aufhielt. Die Frau, die als Bergführerin, Bloggerin und Outdoor-Influencerin bekannt war, wurde auf die Fahrbahn geschleudert und mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus Bozen geflogen. Auch Runggaldier hatte sich mehrere Knochenbrüche zugezogen. Er wurde ebenfalls mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Santa Chiara in Trient geflogen.
Runggaldier hatte sich nach dem Unfall kooperativ gezeigt
Die aus Penzberg stammende Radfahrerin war mit ihrem Ehemann zu einer Radtour in den Dolomiten unterwegs, als sich der Unfall ereignete. Das Paar hatte Südtirol als Ort für seine Hochzeit gewählt und wollte die Flitterwochen mit sportlichen Aktivitäten in den Bergen verbringen.
Runggaldier hatte sich nach dem Unfall kooperativ gezeigt, den Ermittlern bei der Rekonstruktion des Geschehens geholfen und sich wiederholt nach dem Gesundheitszustand der Verunglückten erkundigt. Ein Alkoholtest verlief negativ, zudem gibt es nach ersten Zeugenaussagen keine Hinweise darauf, dass er mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.
Runggaldier feierte in den 1990er-Jahren zahlreiche Erfolge im Skiweltcup, vor allem in den Disziplinen Abfahrt und Super-G. In letzterer gewann der heute 57-Jährige 1995 den Weltcup. Bei der Weltmeisterschaft 1991 errang der Rennläufer die Silbermedaille in der Abfahrt.