Enlaza, der Übertragungsnetzbetreiber der Grupo Energía Bogotá, erteilte der steirischen Andritz AG den Auftrag zur Lieferung von fünf sogenannten „rotierenden Phasenschiebern“ nach Kolumbien. Die Anlagen – die ersten ihrer Art in Kolumbien – sollen laut dem Technologiekonzern „die Netzstabilität stärken und die Integration erneuerbarer Energien in der kolumbianischen Karibikregion unterstützen“.
Den Auftragswert beziffert die Andritz AG mit einem „mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich“. Der Auftrag ist im Auftragseingang für das zweite Quartal 2026 enthalten.
Hintergrund der Bestellung ist die Energiewende, die auch vor Kolumbien nicht Halt macht. Im Land, das für seinen Kaffee weltberühmt ist, wird der Anteil der Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie kontinuierlich erhöht. Infolgedessen gewinnt die Aufrechterhaltung der Netzstabilität zunehmend an Bedeutung. Die rotierenden Phasenschieber von Andritz sollen „Netzträgheit und Spannungsregelung bereitstellen und damit dazu beitragen, das Stromnetz stabil zu halten“.
Kolumbien ist per se kein neuer Markt für das weltweit agierende Unternehmen mit Hauptsitz in Graz. Man hätte dort bereits „Wasserkraftkapazitäten von mehr als 7.000 Megawatt installiert oder modernisiert“, heißt es von Dieter Hopf, Chef von Andritz Hydropower Brasilien.