Mehr als 5000 Überflüge ausländischer Militärmaschinen gibt es jährlich im Luftraum über Österreich, da sollte dieser eine mehr nicht ins Gewicht fallen. Dennoch war man in der „Einsatzentrale Basisraum“, Herzkammer der Luftraumüberwachung des Bundesheers, am Dienstagvormittag wohl etwas angespannter als sonst. Schließlich überquerte mit der „Air Force One“, der Regierungsmaschine des US-Präsidenten, die bekannteste ihrer Art die Alpenrepublik. Da herrschte höchste Alarmbereitschaft bei den heimischen Luftstreitkräften.

Flugroute der Präsidentenmaschine
Flugroute der Präsidentenmaschine © Screenshot Flightradar.com

„AF1“ mit US-Präsident Donald Trump an Bord war auf dem Weg von der „Joint Base Andrews“ in der Nähe von Washington DC nach Ankara in der Türkei, wo ab heute der Nato-Gipfel stattfindet. Südlich von Schärding drang die Maschine in den österreichischen Luftraum ein, überflog Kalkalpen, Ötscher, Rax und Wechsel und überquerte einige Minuten später bei Lutzmannsburg wieder die Grenze nach Ungarn. Die gesamte Flugroute lässt sich auf Flightradar24 gut nachverfolgen. Von Kampfjets begleitet wird die „Air Force One“ übrigens im Regelfall nicht, außer es gibt eine explizite Bedrohungslage.

Erster Transatlantikflug mit neuem Regierungsflugzeug

Für Präsident Trump war dies der erste Auslandsflug in seinem neuen Regierungsflugzeug. Die neue „Air Force One“ ist ein höchst umstrittenes Geschenk aus Katar. Im Vorjahr hat das Golfemirat die 400 Millionen Dollar teure Boeing 747-8i der US-Regierung gratis zur Verfügung gestellt. Sie soll als Zwischenlösung dienen, bis Boeing die bestellte neue Regierungsmaschine auf die Piste stellt. Erst Anfang Juli hat Trump das Flugzeug offiziell übernommen.