Der erst 17-jährige Kärntner Max Steinbrenner (Sportunion Klagenfurt) hat sich bei den Junioren- und U23-Weltmeisterschaften im polnischen Krakau sensationell die Goldmedaille im Kajak-Einer (K1M) gesichert. Als Führender der Weltrangliste angereist, hielt das Ausnahmetalent dem enormen Druck stand und paddelte in einem packenden Finale zum WM-Titel.
Mit einem fehlerfreien Lauf und einem spektakulären Schlusssprint verwies Steinbrenner den Franzosen Leo Roye mit einem Vorsprung von 1,32 Sekunden auf den zweiten Rang. Für den jungen Gailtaler ist dieser Triumph der vorläufige Höhepunkt einer steilen Karriere. „Ich kann es noch gar nicht richtig fassen. Als Führender der Weltrangliste anzureisen, hat natürlich Druck aufgebaut. Aber im Finale habe ich im Starthaus nur noch an meinen Rhythmus gedacht. Als ich im Ziel die Eins auf der Anzeigetafel sah, ist eine riesige Last von mir abgefallen. Dieser Titel ist der Lohn für die harte Arbeit der letzten Jahre“, kannte die Freude beim Youngster keine Grenzen.
Der Grundstein für diesen Erfolg wurde früh gelegt: Steinbrenner, der aus Nötsch im Gailtal stammt, erlernte das Paddeln bereits im Alter von vier Jahren von seiner Mutter Janet, einer ehemaligen Spitzenkanutin. Mit dem Junioren-Weltmeistertitel in der Tasche nimmt das große langfristige Ziel des Kärntners nun immer konkretere Formen an: die Teilnahme an den Olympischen Spielen.
Keine Zeit zum Feiern
Bereits in gut zwei Wochen geht es für Steinbrenner nach Oklahoma City (USA) zur ICF Kanu-Slalom-Weltmeisterschaft der Senioren in Oklahoma City (20. bis 25. Juli), auf die selbe Anlage, wo auch die Wettbewerbe der Olympischen Spiele 2028 ausgetragen werden. Anfang August steht schließlich noch die Junioren-EM in Épinal (FRA) auf dem Programm. „In den Staaten strebe ich einen Platz unter den Top 30 an, bei der EM will ich dann unbedingt ins Finale“, legt die Nachwuchshoffnung sich selbst die Latte hoch.