Ohne eigenes Auto ist es im ländlichen Raum oft schwer, von A nach B zu gelangen – noch dazu außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Abhilfe schaffen vielerorts bereits Angebote im Mikro-Öffentlichen Verkehr (kurz Mikro-ÖV) wie etwa das „Postbus Shuttle Südkärnten“, das schon seit dem Vorjahr in den Gemeinden St. Kanzian am Klopeiner See, Eberndorf/Dobrla vas, Feistritz ob Bleiburg/Bistrica pri Pliberku und Bleiburg/Pliberk unterwegs ist.
Nun schließen sich weitere sechs Südkärntner Gemeinden zum neuen „Postbus Shuttle Völkermarkt“ zusammen mit insgesamt fast 1000 Haltepunkten. „Davon befinden sich 343 Haltepunkte alleine in der Stadtgemeinde Völkermarkt“, berichtet Eduard Urabl, Projektleiter der On-Demand Mobility bei der Österreichischen Postbus AG, der das Mobilitätsprojekt kürzlich den 31 Mitgliedern des Völkermarkter Gemeinderates vor ihrer Beschlussfassung vorgestellt hat. Neben der Bezirkshauptstadt Völkermarkt sind die Gemeinden Diex (119 Haltepunkte), Eisenkappel-Vellach/Železna Kapla-Bela (178 Haltepunkte), Griffen (200 Haltepunkte), Ruden (69 Haltepunkte) und Sittersdorf/Žitara vas (87 Haltepunkte) mit im Boot. Gebucht werden kann das Ruftaxi auch mehrsprachig mit einer Vorlaufzeit von mindestens 60 Minuten entweder per Telefon oder via App.
Projekt noch nicht bei Förderstelle eingereicht
Verkehren werden die Kleinbusse von Montag bis Freitag von 6 bis 19 Uhr sowie an Samstagen von 8 bis 17 Uhr. „Das Postbus Shuttle ist auch eine leistbare Alternative zum Privat-Pkw“, betonte Urabl. Für die Kundinnen und Kunden orientieren sich die Preise an den Tarifen des Kärntner Verkehrsverbundes – plus einem Komfortzuschlag von zwei Euro pro Person und Fahrt.
Die sechs Gemeinden kostet das Projekt insgesamt 613.400 Euro, die sie sich anteilig teilen werden. Außerdem werden sie beim Land Kärnten um Fördermittel für das neue „Postbus Shuttle Völkermarkt“ ansuchen, dem der für den Öffentlichen Verkehr zuständige Landesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) positiv gegenüberstehe. „Bei dem konkreten Projekt könnten bei Vorliegen aller Fördervoraussetzungen sogar rund zwei Drittel der Kosten vom Land gefördert werden“, heißt es aus Schuschnigs Büro.
Start frühestens mit 1. September möglich
Wann das neue Ruftaxi loslegen soll? „Nach einer positiven Förderzusage durch das Land Kärnten und der Einhaltung aller gesetzlichen Fristen ist ein Start frühestens am 1. September 2026 möglich“, sagt Urabl.