„Verständnis, Dialog, Toleranz und Respekt sind für Nachbarn von großer Bedeutung“, sprach die Generalkonsulin der Republik Slowenien in Kärnten, Maja Balant Slobodjanac, beim Empfang anlässlich des Slowenischen Nationalfeiertages das gute Verhältnis zwischen den beiden Ländern an. „In einer Welt, in der Sicherheit und Frieden keine Selbstverständlichkeit mehr sind, ist regionale Zusammenarbeit umso wichtiger. Wir brauchen noch mehr Solidarität und Mitgefühl.“ Damit appellierte sie auch an die Politik, dem Schutz der Menschenrechte und den Minderheitenrechten in Österreich weiterhin Priorität einzuräumen. Sie hoffe, dass es im heurigen Jahr, in dem das Volksgruppengesetz 50-Jahr-Jubiläum feiere, eine Novellierung im Zuge einer Justizreform gebe, um den Volksgruppen ein stabiles Fundament zu sichern. „Minderheitenrechte liegen uns sehr am Herzen. Sie sind kein Luxus und kein Privileg, sie sind der wahre Gradmesser für die Demokratie und die Reife einer Gesellschaft.“
Das Erreichte verteidigen
Slowenien habe sich in den 35 Jahren seit seiner Unabhängigkeit zu einem erfolgreichen europäischen Staat entwickelt und sei ein „geschätzter Partner, wichtiger Motor in der Alpen-Adria-Region und verlässlicher Freund“ für Kärnten und Österreich geworden, dankte Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) dem Nachbarstaat, mit dem Kärnten der gemeinsame Wunsch nach Frieden verbinde. „Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, damit das Erreichte verteidigt wird“, sagte Fellner und erntete großen Applaus, auch für seinen Versuch, einige Sätze in Slowenisch zu sprechen. Mit Applaus wurde auch nicht gespart für Altlandeshauptmann Peter Kaiser, der „das Verbindende hervorgehoben, geprägt und gefördert“ hat. Dank gab es auch für Direktor Wolfgang Muchitsch, der das Kärnten Museum zum zweiten Mal mit Überzeugung für die von zahlreichen prominenten Gästen besuchte Feier zur Verfügung gestellt hatte.