Hochzufrieden blickt man dieser Tage im Ausseerland auf das 66. Narzissenfest von 28. bis 31. Mai zurück (wir berichteten). Für Pamela Binder, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Ausseerland-Salzkammergut, waren die vier Tage ein „großer Erfolg“. Den Festsonntag in Bad Aussee mit knapp 15.000 Besucherinnen und Besuchern bezeichnete Rudi Grill, Obmann des Narzissenfestvereins, als „entspanntes Stadtfest“.

Die positive Bilanz trüben einzig Vorfälle, die sich Freitagnacht in Bad Aussee zugetragen haben sollen. Reinigungskräfte der WC-Anlagen im Kurpark seien „von Gästen angeschrien, beschimpft und respektlos behandelt“ worden, prangert die Stadtgemeinde in einem Facebook-Posting an. Das sei nicht akzeptabel. „Wir appellieren an alle, den Menschen hinter den Dienstleistungen mit Höflichkeit, Respekt und Anerkennung zu begegnen.“

„Von Alkoholisierten beschimpft“

Am Freitag sei aufgrund der Narzissennacht im Stadtzentrum, einer Veranstaltung des Stadtmarketings, und des Gartenfests der Freiwilligen Feuerwehr im Kurpark in Bad Aussee außergewöhnlich viel losgewesen, berichtet Bürgermeister Thomas Schönauer. Mit dem öffentlichen WC im Kurpark habe es aber nur eine einzige offene Toilettenanlage gegeben. Diese sei während der Veranstaltungen regelmäßig gereinigt worden. Weil sie dadurch zwischenzeitlich kurz nicht benutzt werden konnte, seien einzelne Reinigungskräfte „von Alkoholisierten peinlichst beschimpft worden“.

Die Reinigungskräfte würden über das gesamte Wochenende hinweg, über drei Tage, „großartige Arbeit leisten“ und müssten sich zum Dank „dann noch beschimpfen lassen“, ärgert sich das Gemeindeoberhaupt. Die Freitagnacht im Stadtgebiet bereits aufgestellten drei großen WC-Container und 60 Dixi-Klos des Narzissenfestvereins seien leider abgesperrt gewesen. Diesbezüglich wolle er einen Gesprächstermin vereinbaren, so Schönauer.

Nächstes Jahr mit Security

Er sei natürlich gesprächsbereit, sagt Narzissenfest-Chef Grill, bitte aber auch um Verständnis: „Wenn wir unsere WCs bereits am Freitag aufsperren, putzt uns die niemand mehr für Sonntag.“ Auch würden sich weder Stadtmarketing noch Feuerwehr an den Kosten dafür beteiligen.

Feuerwehrkommandant Angelo Egger bedauert die Vorfälle. Er habe diese aber nicht mitbekommen, erst im Nachhinein davon erfahren. In der Vergangenheit habe es solche beim traditionellen Gartenfest-Bierzelt nie gegeben. Für nächstes Jahr hat er schon eine Lösung parat. Man werde den Reinigungskräften während ihrer Arbeit die beim Zelt beschäftigte Security zu Seite stellen, verspricht er.