Die Überraschung war groß, als die Pächter des Gastronomiebetriebes, der dem Pyramidenkogel angeschlossen ist und damit im Besitz der Gemeinde Keutschach steht, mit Ende des Vorjahres den Vertrag aufkündigten. Nach mehr als 13 Jahren am Pyramidenkogel wolle man sich eine Auszeit gönnen, erklärte Pächter Franz Mlakar damals gegenüber der Kleinen Zeitung. Eigentlich wäre das Ende des Pachtvertrags erst in zwei Jahren angedacht gewesen. Aber es kam eben anders.
Die Gemeinde begab sich damit auf Pächtersuche und ist mit Stefan und Christina Buchsbaum fündig geworden. Das junge Paar betreibt in der Seegemeinde eine Landwirtschaft in bereits dritter Generation, eine Buschenschank, eine Direktvermarktung am Hof sowie einen Waldseilpark. Erst in jüngster Vergangenheit hat der Familienbetrieb in einen sogenannten Tierwohl-Stall und in den Ausbau der Buschenschank investiert.
Verbundenheit zur Region
Jetzt nehmen die Buchsbaums das Restaurant am Pyramidenkogel in Angriff, das sie passenderweise „Am Kogel“ nennen. „Ich komme ja eigentlich aus der Gastronomie“, erklärt Stefan Buchsbaum, der die Tourismusschule in Villach absolviert hat. Und aufgrund seiner Verbundenheit zu Keutschach und der Region sei das Restaurant am Pyramidenkogel eine besondere Herzensangelegenheit für ihn und seine Frau Christina. Immerhin gehörte seiner Familie einst das Grundstück, auf dem das beliebte Ausflugsziel errichtet wurde. Just zur Eröffnung des neuen Aussichtsturms absolvierte Stefan Buchsbaum damals ein Praktikum im Restaurant.
Bei eingeschränktem Betrieb will Buchsbaum das Lokal übernehmen. Mit Ende Juni läuft der Pachtvertrag mit den bisherigen Betreibern aus, Anfang Juli startet dann das Restaurant „Am Kogel“, das gleichzeitig mit dem Aussichtsturm geöffnet haben wird. Auf der Karte werden die Gäste österreichische Klassiker mit saisonalen Schwerpunkten finden. „So weit es geht, werden wir Produkte von unserem Hof verarbeiten“, erklärt der Gastronom. „Was wir selbst nicht haben, wird regional zugekauft.“ Mit 14 Mitarbeitern startet das Projekt in die Saison. 150 Gäste finden im Innenbereich Platz, 200 weitere im Außenbereich. An einem Tag in der Hochsaison kehren schon mal 1000 Gäste ein.
Auch Keutschachs Bürgermeister Gerhard Oleschko zeigt sich mit den neuen Pächtern, die sich in einem Auswahlverfahren gegen mehrere Bewerber durchgesetzt haben, zufrieden: „Die Familie ist eng mit Keutschach verbunden, wir hätten keinen besseren finden können. Zudem hat Stefan Buchsbaum mit seinem Konzept überzeugt.“