Nichts zu holen gab es gegen Finnland. Besonders nach einem explosiven Offensivfeuerwerk im Mitteldrittel schienen die heimischen Cracks komplett einzubrechen. Doch ein durchaus ansehnliches Schlussdrittel gab den Österreichern wieder etwas Aufwind, auch im Hinblick auf die alles entscheidende Partie gegen die USA am Dienstag. Unzufrieden zeigte sich von den Beteiligten keiner, auch Teamchef Roger Bader nicht: „Ein zwischenzeitliches 0:4 gegen Finnland ist nichts, was mich in tiefe Trauer stürzen könnte. Sie haben ein Dutzend NHL-Spieler in ihren Reihen. Man muss schon darauf achten, was da auf der anderen Seite steht. Dass sich die Qualität dann im Laufe des Spiels, in diesem Fall im zweiten Drittel durchsetzt, damit muss man rechnen.“ Ganz ohne Kritik wollte es der Schweizer aber dann doch nicht belassen. „Wir haben fast 40 Minuten nichts mit der Scheibe anfangen können. Das müssen wir gegen die USA besser machen. Es war auch in den Zweikämpfen zu wenig Intensität da. Erst im Schlussdrittel haben wir unsere Stärken besser ausspielen können.“ Mehr wurmt den Teamchef noch das 2:6 gegen die Deutschen. „Wir waren 30 Minuten auf Augenhöhe und haben danach unsere Verteidigung vernachlässigt. Da ist klar, dass wir dann Tore bekommen.“
„Mit der Leistung zufrieden“
Auch Goalie David Kickert, der den Vorzug gegenüber Florian Vorauer erhalten hat, konnte mit dem Resultat leben: „Wir haben gut gekämpft, starke letzte 20 Minuten gespielt. Es war auch für mich viel zu tun, die Finnen haben kaum locker gelassen. Man hat schon gemerkt, dass wir etwas müde waren. Zwei so kräftezehrende Matches innerhalb von 24 Stunden gehen an die Substanz. Aber jetzt haben wir einen Tag zur Regeneration und gehen nochmal mit aller Kraft in das Spiel gegen die USA.“ Auch Verteidiger Gregor Biber nahm das Ergebnis gelassen hin: „Es ist so gekommen, wie wir es erwartet haben. Wir haben besonders gegen Ende gut dagegengehalten.“
Mit einem Sieg gegen schwächelnde Amerikaner kann das ÖEHV-Team noch im letzten Abdruck das WM-Viertelfinale erreichen.