Zunächst noch einmal für den Kontext: Österreich ist mit der jüngsten Truppe der letzten Jahre zur WM nach Zürich gefahren. Um die Klasse auf der großen Bühne zu halten. Und hat das mit neun Punkten aus den ersten drei Spielen souverän gelöst und immer noch die Chance, nach 2025 wieder das Viertelfinale zu erreichen. Klar, die Schnittpartie gegen Deutschland, die man gewinnen hätte sollen, ging mit 2:6 klar verloren und jetzt warten mit Finnland am Sonntag (20.20 Uhr, ORF Sport+) und den USA am Dienstag (16.20 Uhr, ORF 1) eigentlich zwei Teams außer Reichweite.

Aber Österreich schlug Finnland, das übrigens schon im Viertelfinale steht, 2024 in Prag schon. Und die Amerikaner, die 2:4 gegen Lettland verloren, haben sich auch noch nicht mit Ruhm bekleckert. Selbst wenn es mit dem Viertelfinale nichts mehr werden sollte, hat Österreich eine tolle WM gespielt, in der Schweiz auch einige Herzen erobert. Dennoch war die Enttäuschung nach dem 2:6 über die Deutschen groß. Vor allem, weil man 30 Minuten ebenbürtig war, Chancen zu mehr als einem Tor hatte. „Da waren wir absolut auf Kurs, auch die Führung war nicht unverdient. Alles ist gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte auch Teamchef Roger Bader, wusste aber auch: „Wir hatten zu viele Strafen am Ende und dann haben sie die NHL-Spieler, die das umsetzen.“

In die selbe Kerbe schlug Torschütze Leon Wallner: „Wir haben gut begonnen, nach deren schnellem 1:1 sind wir in eine Schockstarre verfallen. Das darf uns auf so einem Level nicht passieren. Danach waren sie eiskalt. KAC-Verteidiger Thimo Nickl wusste auch, „dass wir fürs erste Tor gut gekämpft haben, dann haben sie zu schnell zurückgeschlagen und es ist leider gekippt. Sie haben gute Spieler, die das aufziehen können, wir hatten aber viele Eigenfehler, die ihnen geholfen haben.“

Österreichs Chance lebt zumindest noch immer

Bereits 24 Stunden später wartet Finnland, wo Bader schon anmerkt: „Es wäre vermessen, hier einen Sieg zu erwarten, die haben 15 NHL-Spieler in ihren Reihen. Aber wir werden unser Bestes geben.“ Klarer wird Nickl: „Wir geben nicht auf, das ist das letzte, das in der Kabinen einer tut.“ Wallner fügt an: „Wir werden zweimal noch von Spiel zu Spiel gehen, Deutschland auch schnell vergessen.“

Und übrigens: So erleichternd der Sieg für Deutschland gewesen sein mag, im Kampf ums Viertelfinale mit USA, Lettland und Österreich haben die Deutschen immer noch die schlechtesten Karten.