„Nie mehr Schule. Keine Schule mehr“, Falcos Hit aus dem Jahr 1982 wird auch heute noch lauthals von Schülern nach bestandener Matura gesungen. Viele glücklich diesen Lebensabschnitt hinter sich gebracht zu haben und nie mehr ins Klassenzimmer zu müssen.
Doch auch wenn man froh war, die Schule geschafft zu haben, fast jedem bleibt auch noch als Erwachsenem zumindest ein Lehrer oder eine Lehrerin in besonderer Erinnerung. Für die Maturanten einer Klasse der technischen Schule in Zadar wird das für immer Nini Lučić sein. Die Überraschung, die sie ihrer Klassenlehrerin zum Abschluss machten, rührt ganz Kroatien.
Dank an „druga Mama“
Als Dank für die letzten vier Jahre überreichten sie ihr nicht bloß einen Blumenstrauß, es musste mehr sein, waren sich die Jungen einig und überraschten ihre Klassenlehrerin mit einem Auto.
Die Schüler erklärten, sie hätten sich für dieses Geschenk entschieden, weil die Lehrerin schon lange nach einem Auto gesucht hatte. Zuerst hätten sie ihr nur bei der Suche geholfen, dann aber sei ihnen die Idee gekommen, ihrer Lehrerin, die sie liebevoll „druga Mama“ - „zweite Mutter“ nennen, das Auto gemeinsam zu kaufen. „Sie hat sich das Geschenk wirklich verdient, für nichts auf der Welt hätten wir sie die letzten vier Jahre als Lehrerin eingetauscht“, erklärte einer der Schüler.
Glaube an Jugend
Bis zuletzt hatten es die Schüler, mithilfe von Mitarbeitern der Schule, geschafft, die Überraschung geheim zu halten. „Ich bin zutiefst überwältigt. Ich habe in diesen vier Jahren so viel Liebe erfahren. Diese jungen Menschen sind ein Beispiel dafür, dass sie, wenn man ihnen ein wenig Liebe schenkt, diese hundertfach zurückgeben. Ich danke ihnen von Herzen dafür, dass sie mein Herz so erfüllt haben. Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen“, sagte die überglückliche Lehrerin und erklärte, es sei auch eine Geschichte vom Glauben an die Jugend: „Ich sage immer, wir sind in erster Linie eine Erziehungseinrichtung, erst dann eine Bildungseinrichtung. Unser Ziel ist es, dass die jungen Erwachsenen diese Schule als gute und ehrliche Menschen verlassen, und ich denke, das haben sie bewiesen. Ich bin überglücklich.“