Am kommenden Pfingstmontag, dem 25. Mai, erlebt die kleinste Pfarre Kärntens ein besonderes Fest. In der Pfarre Wölfnitz auf der Saualpe wird, wie schon im Jahre 2023, wieder eine Glockenweihe gefeiert.
Im Zweiten Weltkrieg für Munition verwendet
Was ist die Geschichte dahinter? Bereits in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg verfügte die Pfarrkirche in Wölfnitz über sechs Glocken, deren Klang über die Saualpe hinweg zu hören war. Im Zuge des Zweiten Weltkrieges wurden alle sechs Glocken aus Wölfnitz auf den sogenannten Glockenfriedhof nach Innsbruck gebracht, wo sie zur Verarbeitung von Munition und anderen Kriegszwecken eingeschmolzen werden sollten. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte auf Initiative des damaligen Pfarrers und zweier Bauern aus der Umgebung nur noch eine Glocke wieder nach Wölfnitz geholt werden.
Dank einer umfassenden Spendenaktion sowie der Unterstützung mehrerer großzügiger Gönner konnten im Jahr 2023 vier neue Glocken aus der Glockengießerei Grassmayr im Kirchturm von Wölfnitz augezogen werden. Nun hat sich das Wölfnitzer Pfarrmitglied Franz Konatschnig bereit erklärt, die Anschaffung einer neuen 70 Kilogramm schweren Glocke mit deren Elektrifizierung zu ermöglichen. Konatschnig übernimmt die gesamten Kosten.
Am Pfingstmontag, um 10 Uhr, wird die neue Kirchenglocke im Rahmen eines Festgottesdienstes mit Dechant Pater Gerfried Sitar feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Für Musik sorgt die Familienmusik Rapatz. Im Anschluss an die Weihe erfolgt sogleich der Aufzug der neuen Glocke in den Glockenturm und die Installation, sodass sie um 13 Uhr das erste Mal aus dem Wölfnitzer Kirchturm erklingen wird. Die Besucher dieses besonderen Ereignisses können in der Zwischenzeit im Rahmen eines Pfarrfestes um die Wölfnitzer Kirche, bei Musik, Essen und Getränken verbringen.