In der zum Verkauf stehenden Kunststoff- und Kautschuk-Sparte von Continental sollen weltweit 3000 Beschäftigte gehen. In Deutschland seien von dem Stellenabbau etwa 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen, deren Arbeitsplätze zum Teil in „Länder mit wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen verlagert“ werden sollen, teilte die Continental-Sparte ContiTech am Donnerstag in Hannover mit.

ContiTech will damit ab 2028 die Kosten um etwa 150 Millionen Euro im Jahr senken, wie das Unternehmen bereits im Herbst angekündigt hatte. Der Umfang des Stellenabbaus war bisher aber unklar. Die Sparte beschäftigt mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit, davon 7700 in Deutschland.

Stellenabbau soll sozialverträglich sein

„ContiTech plant, alle Maßnahmen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten“, hieß es in der Mitteilung. Der Konzern setzt auf ein Freiwilligenprogramm, das sofort beginnen soll, sowie auf interne und externe Umschulungen. Schwerpunkte des Stellenabbaus seien die Verwaltungen in Hannover und – in geringerem Umfang – an anderen Standorten.

In Österreich gibt es in Wiener Neudorf bei Wien eine Vertriebsniederlassung. Von dort wird auch das Osteuropa-Geschäft koordiniert. Weltweit hat ContiTech nur elf solche Verkaufsstandorte.

Continental will ContiTech noch in diesem Jahr verkaufen, um sich ganz auf das Reifengeschäft zu konzentrieren. Berichten zufolge interessieren sich vor allem Finanzinvestoren für die Tochter, die Kautschuk- und Kunststoffprodukte außerhalb der Autoindustrie, also für industrielle Anwendungen, herstellt.