Die Gläubiger des Teleshopping-Senders Mediashop haben bei der ersten Tagsatzung des insolventen Unternehmens Forderungen in Höhe von rund 31 Millionen Euro angemeldet. Vom Insolvenzverwalter als zu Recht anerkannt wurden bisher 19 Millionen. Rund 12 Millionen Euro wurden zumindest vorläufig bestritten, teilte der Kreditschutzverband KSV1870 am Donnerstag mit.
Der Teleshopping-Sender meldete Ende Februar Insolvenz an. Da Mediashop den Sanierungsplan zurückzog, wird das Verfahren derzeit als Konkursverfahren geführt. Der Insolvenzverwalter prüft derzeit den Verkauf des im niederösterreichischen Neunkirchen angesiedelten Teleshopping-Senders. „Weder die Verfahrensdauer noch die Quotenerwartungen der Insolvenzgläubiger können aus heutiger Sicht seriös beurteilt werden“, kommentierte Alexander Greifeneder vom KSV1870 das Verfahren.
Chance auf Neustart?
Zuletzt hieß es, eine österreichische Investorengruppe sei an Mediashop interessiert. Künftig wolle man sich auf die Region Österreich, Deutschland und Schweiz konzentrieren und nicht mehr auf insgesamt ein Dutzend Länder. Die Produktwerbung soll daher nicht mehr auf 172 TV-Kanälen erfolgen, sondern nur noch auf 30.
Gegründet wurde der Verkaufssender im Jahr 1999, vertrieben werden Produkte aus den Bereichen Haushalt, Küche, Fitness, Gesundheit, Beauty sowie Lifestyle. Ende Februar musste die Mediashop GmbH Insolvenz anmelden. Die Passiva des Unternehmens betragen nach eigenen Angaben rund 45 Mio. Euro. Einen Sanierungsplan zog die Mediashop GmbH Anfang März zurück.