Der Dürrnberg, rund 20 Kilometer südlich von Salzburg gelegen, war vor etwa 2.600 Jahren ein Zentrum des keltischen Salzbergbaus. Über mehrere Jahrhunderte versorgte er große Teile Mitteleuropas mit dem begehrten Rohstoff Salz und entwickelte sich zu einem wichtigen Handels-, Wirtschafts- und Kommunikationsraum. Die neue Forschungskooperation hat zum Ziel, diese Geschichte umfassend zu rekonstruieren und in einen europäischen Kontext einzuordnen.
Die auf zehn Jahre angelegte Partnerschaft sieht vor, die in den vergangenen Jahrzehnten geborgenen Funde systematisch zu analysieren, zu dokumentieren und wissenschaftlich zu publizieren. Geplant sind sowohl die fachgerechte physische Lagerung der Objekte als auch der Aufbau eines digitalen Datenrepositoriums, um den Bestand künftig auch für weitere Forschungsprojekte zugänglich zu machen. Ergänzend sollen gezielte neue Grabungen bestehende Wissenslücken schließen.
"Mit der Forschungskooperation möchten wir das Know-how der beteiligten Institutionen bündeln, Synergien nutzen und die wissenschaftliche Bearbeitung der Bestände langfristig sichern", betonte Florian Knopp, der Leiter des Keltenmuseums. Und für Salzburg-Museum-Direktor Martin Hochleitner eröffnet die kontinuierliche Erforschung der Sammlungen neue Perspektiven für Ausstellungen. Gleichzeitig werde der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert. "Damit bleibt der Dürrnberg dauerhaft in ein internationales Forschungsnetzwerk eingebunden".
Das Keltenmuseum Hallein wurde 1970 gegründet und beherbergt einen Sammlungsbestand von überregionaler Bedeutung. Seit dem Jahr 2000 wird es gemeinsam von der Stadt Hallein und dem Land Salzburg getragen, seit 2012 vom Salzburg Museum betrieben. Bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten forschen Teams aus Bochum am Dürrnberg - die neue Kooperation baut diese Zusammenarbeit nun strukturell und langfristig aus.