Der Muttertag steht vor der Tür und ist für die regionale Wirtschaft ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Blumen und Restaurantbesuche sind die Klassiker an diesem Tag, der heuer auf den 10. Mai fällt. „Theoretisch sind wir am Sonntag voll“, sagt Gottfried Teuschl vom Lokal „Zur Stub’n“ in St. Kanzian. Das Restaurant bietet im Innen- und Außenbereich Platz für insgesamt 180 Personen. Bis Sonntag sind es aber noch ein paar Tage hin: „Es kann noch jemand absagen und bei Schönwetter ist der Sitzgarten natürlich voll, aber im Innenbereich wären dann noch zwei, drei Tische frei“, so Teuschl. Der Muttertag ist für ihn nach wie vor ein Umsatzbringer, doch er bemerkt, dass zunehmend Leute auf andere Tage ausweichen: „Sie kommen die Tage vor dem Muttertag oder am darauffolgenden Sonntag.“
Terrasse ist jetzt windgeschützt
Ähnlich sieht es auch Peter Rupitz vom Landgasthof Hafner in Oberdorf in der Gemeinde Neuhaus: „Manche haben regelrecht Angst, am Muttertag zu reservieren, weil sie befürchten, dass zu viel los sein wird. Wir haben aber noch Kapazität.“ Diese Kapazität rührt auch daher, dass Rupitz heuer in eine Verglasung und Heizung auf der Terrasse investiert hat und nun auch bei nicht so idealen Wetterbedingungen 60 windgeschützte Plätze zusätzlich anbieten kann. Insgesamt bietet der Landgasthof Hafner Platz für 300 Gäste: „Bei uns ist immer viel los und wir haben super Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, daher blicken wir auch dem Muttertag entspannt entgegen.“
Rote Rosen sind der Klassiker
Für die Floristinnen und Floristen im Bezirk ist der Muttertag ein starker Umsatzbringer. „Ähnlich stark wie der Valentinstag“, erklärt Manuel Steiner, der mit seiner Schwester Ramona Steiner das Geschäft Blumen Steiner in Bleiburg/Pliberk führt. Rote Rosen sind am Muttertag immer gefragt, aber auch alle anderen Sorten werden gerne gekauft: „Ich glaube, jede Mutter freut sich über Blumen“, ist Steiner überzeugt. Immer mehr Sträuße werden auch vorbestellt, das ist auch bei Blumen Wanda in Völkermarkt der Fall. „Blumen am Muttertag gehören einfach dazu. Das sehen auch unsere Kunden so. Zum Glück ist das in unserer Gesellschaft noch so verankert“, sagt Wanda Glantschnig. Schön gestaltete Sträuße, die das Floristenhandwerk erkennen lassen, seien besonders beliebt: „Im Durchschnitt geben Kunden 45 bis 65 Euro für einen Muttertagsstrauß aus.“
Blumen sind zwar das häufigste Muttertagsgeschenk, doch mitunter wird die Mama auch mit Schmuck überrascht. „Kunden kaufen vor dem Muttertag bei uns gerne Goldschmuck, zum Beispiel Anhänger in Herzform“, erklärt Simona Serafini vom Juweliergeschäft Serafini in Bleiburg. „Mit dem Weihnachtsgeschäft ist der Muttertag bei uns aber nicht vergleichbar“, ergänzt sie.