Er überschreitet ständig Genregrenzen und ist ein Wanderer zwischen musikalischen Welten: Roland Batik lässt sich nicht in ein Korsett pressen. Das bewies der Pianist und Komponist, der sich zur Tonalität bekennt, nun im Congress Center in Villach, wo gleich zwei seiner Kompositionen aufgeführt wurden, die – wie alle seine Werke – aus der Improvisation am Klavier entstanden sind und rhythmische Energie sowie harmonische Raffinesse vereinen.
Große Virtuosität
So wie beim „Divertimento in Six Parts“, einem vielschichtigen Zyklus mit Elementen der Spätromantik sowie des Impressionismus und mit jazz- und bluesinspirierten Farben. Mit intensivem Feeling und großer Virtuosität musizierte er sein Werk gemeinsam mit dem Konzertmeister Franz Michael Fischer als exquisiten Solisten sowie dem spielfreudigen Wiener Concert Verein unter der animierenden Dirigentin Barbara Dragan.
Und ebenso erlebte man „Phantasy in Three Parts“, eine Uraufführung, mit einer jazzig-romantisch inspirierten Klangsprache und einer virtuos improvisierten Kadenz. Nach der Zugabe, einer Improvisation über Stevie Wonders „Isn’t She Lovely“ verließ Batik bejubelt die Bühne.
Mozart auf die Weise von Schubert
„Mozart auf die Weise von Schubert“: So wird die 5. Symphonie von Franz Schubert immer wieder umschrieben. Hier agierte der Klangkörper unter der polnischen Dirigentin fast immer exakt und durchaus „mozartisch“ mit schwebendem und hellem Klang sowie großer Musizierfreude.