Ob erste Kinderräder, robuste Mountain-Bikes oder Mopeds, die jedes Biker-Herz höherschlagen lassen: Seit April 1956 begleitet die Wolfsberger Familie Scharf die Menschen auf ihren Wegen. Mittlerweile haben Generationen von Familien hier ihren zweirädrigen Untersatz gekauft.

Die Unternehmensgeschichte von „Zweirad Scharf“ begann am Hohen Platz hinter der Pestsäule in Wolfsberg, als Eduard und Katharina (94) Scharf 1956 eine ehemalige Weinstube in ein Geschäft umgestalteten. „Meine Eltern boten in ihrem Geschäft nicht nur Fahrräder, sondern auch Kinderwägen und sogar Fernsehgeräte der ersten Generation an“, erzählt Seniorchef und langjähriger WAC-Funktionär Eduard Scharf (69) über die Anfänge des Familienunternehmens.

50 Jahre am heutigen Standort

1976 wurde der Betrieb an den heutigen Standort am Roßmarkt 7 verlegt, wo ein neues Geschäfts- und Wohngebäude errichtet wurde. 1989 übernahmen er und seine Frau Elisabeth (64) das Unternehmen in zweiter Generation. Nach einem großen Umbau im Jahr 1994 wurde das Geschäft mit einem Ausstellungsraum (112 Quadratmeter) im ersten Stock erweitert.

Den Kunden steht ein Sortiment an Fahrrädern (rund 300 Stück), Mopeds, Kinderfahrzeugen und Zubehör zu Verfügung. So gibt es Kinderräder ab 180 Euro (Marke Puky) und ab 300 Euro (Marke KTM), KTM-Bikes ab 600 Euro, E-Bikes ab 3400 Euro. Motorräder (Rieju-Reihe) gibt es ab 3700 Euro, Roller (Marke Kymco) ab 2000 Euro. „Wir führen auch Elektrorollstühle für Mobilität bis ins hohe Alter“, so Daniel Scharf (36), der 2020 zusammen mit seinem Bruder Andreas (40) die Geschäftsführung 2020 von seinen Eltern übernahm.

„Unsere Kunden schätzen die persönliche Beratung und unsere Werkstattkompetenz“, sagt Daniel, der selbst gerne in der Freizeit mit dem Rad oder Moped unterwegs ist und gerne Formel 1 und Fußball schaut. Des Weiteren wird ein umfangreiches Ersatzteillager für die vertriebenen Produkte angeboten. Mit zwei weiteren Mitarbeitern wird hier täglich geschraubt, montiert und angepasst. Seit einigen Jahren sind E-Bikes besonders beliebt. „Bei uns können die Kunden die Bikes vor Ort testen. Wir möchten, dass jeder Kunde mit dem passenden Gerät nach Hause fährt“, sagt Daniel. Dieser Weg der persönlichen Betreuung soll auch künftig konsequent fortgesetzt werden.

Katharina und Eduard Scharf sen. (Firmengründer) mit Tochter Katharina im Jahr 1957
Katharina und Eduard Scharf sen. (Firmengründer) mit Tochter Katharina im Jahr 1957 © KK/Zweirad Scharf