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„Improvisation fordert uns, eine andere Haltung einzunehmen“

Wie Kultur und Wirtschaft verflochten sind und die Identität von Regionen prägen, war Inhalt eines spannenden Female Wirtschaftstalks mit Nadja Kayali und Felicitas Thun-Hohenstein in Velden.

Barbara Haas und Karin Koncsik mit Nadja Kayali und Felicitas Thun-Hohenstein | Barbara Haas und Karin Koncsik mit Nadja Kayali und Felicitas Thun-Hohenstein
© Thomas Hude
Barbara Haas und Karin Koncsik mit Nadja Kayali und Felicitas Thun-Hohenstein|Barbara Haas und Karin Koncsik mit Nadja Kayali und Felicitas Thun-Hohenstein
Eva Gabriel
Wirtschaft

Wenn Kultur und Wirtschaft einander auf Augenhöhe begegnen, entstehen neue Denkansätze. Das war die Prämisse, die Kleine Zeitung-Geschäftsführerin Xenia Daum und -Verkaufsleiterin in Kärnten, Karin Koncsik, dem Female Wirtschaftstalk am Mittwoch zugrunde legten. Sie bewahrheitete sich auf gewinnende Weise bei dem mittäglichen Treff in der Schlossbar des Falkensteiner Schlosshotel Velden.

Felicitas Thun-Hohenstein – die in Klagenfurt gebürtige Kunsthistorikerin ist Professorin an der Akademie der bildenden Künste in Wien und Präsidentin des Mahler Forums für Musik und Gesellschaft - hielt zunächst ein Plädoyer für die Improvisation. „Sie schlägt Brücken und entfernt sich vom gesicherten Wissen. Sie fordert uns, eine andere Haltung einzunehmen.“ Nadja Kayali, Intendantin bzw. Geschäftsführerin des Carinthischen Sommers, ermunterte dazu, sich „generell mehr dafür zu interessieren, was man nicht kennt“.

Festspielhaus und Kunsthalle für Kärnten erwünscht

In weiterer Folge lieferten die beiden Kulturmanagerinnen unter der Moderation von Barbara Haas ein spannendes Zwiegespräch über Kunst als Kommunikationsform, Kulturbetriebe als Wirtschaftsbetriebe, über den Nachholbedarf von Kärntens Willkommenskultur und die Identität von Regionen, über die noch nicht nachhaltig aufgegriffene Chance des Alpe-Adria-Raumes und über Sprache als Erzeugung von Realität. Auch ihre persönlichen Visionen für Kärnten taten die beiden kund. Kayali: „Meine Vision ist ein Festspielhaus für Villach.“ Thun-Hohenstein: „Und Kärnten braucht auch eine Kunsthalle.“

Der Vorstellung von einem ganzheitlichen Standortkonzept für Kärnten konnten auch die Zuhörerinnen viel abgewinnen, das bezeugten nicht nur Susanne Laggner-Primosch, Kammeramtsdirektorin der Kärntner Rechtsanwaltskammer, IV-Geschäftsführerin Claudia Mischensky und Alexandra Truppe vom Carinthian International Center mit ihren Diskussionsbeiträgen.

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Moderatorin Barbara Haas, Felicitas Thun-Hohenstein, Nadja Kayali und Kleine Zeitung-Geschäftsführerin Xenia Daum
Moderatorin Barbara Haas, Felicitas Thun-Hohenstein, Nadja Kayali und Kleine Zeitung-Geschäftsführerin Xenia Daum © Thomas Hude

In den angeregten Netzwerk-Gesprächen danach ging es in der Schlossbar auch um den Sinn und Unsinn von Hosenanzügen für Frauen, um Interkulturalität in der Berufswahl und um die Demografie. Mittendrin unter anderen: Katharina Haiden-Fill, Vize-Präsidentin der Kärntner Notariatskammer, Sinnex-Geschäftsführerin Erika Verachter, Konstanze Ranacher, Geschäftsführerin der Kärntner Treuhand Wirtschaftsprüfung, Andrea Tillinger (New Energy Medical Center), Isabella Schöndorfer (Wörtersee Textstudio), Generali-Landesdirektorin Sabine Garber, Unternehmerin Gertraud Zwick, CSR-Beraterin Martina Uster, Wirtschaftspsychologin Monika Kanatschnig (Hill) und Galeristin Judith Walker.

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