Ein schon vorhandenes gehöriges Maß an Können, mehr als 30 Proben zwischen November und der vorigen Woche sowie gut 60 Unterstützer, die ihm im prunkvollen Festsaal des Wiener Rathauses den Rücken gestärkt haben: Das waren die Erfolgszutaten für den Musikverein St. Lorenzen im Paltental und Umgebung.

Wie berichtet, haben die 52 Musikantinnen und Musikanten sich nach dem Sieg beim Landesbewerb im November für den Bundesbewerb „Polka, Walzer, Marsch“ qualifiziert – und damit den Titel „Bestes Blasorchester Österreichs“ ins Visier genommen.

„Sind einfach nur stolz“

Am vergangenen Samstag war es soweit, die St. Lorenzener präsentierten sich nebst sieben anderen Orchestern – den besten jedes Bundeslandes ausgenommen Vorarlberg. Die Paltentaler mussten sich dabei nur dem Musikverein Bergknappenkapelle Grünbach am Schneeberg und Umgebung geschlagen geben, der mit 95,67 Punkten die Nase vorn hatte. Und damit um 3,45 Punkte mehr als die Paltentaler erreicht hat. Aber: „Wir haben den zweiten Platz gefeiert wie einen Sieg. Wir sind einfach nur stolz, es hat viele Freudentränen gegeben“, berichtet Kapellmeister Peter Mayerhofer.

Von Enttäuschung sei bei den Musikanten keine Spur gewesen, erzählt er weiter. „Es sind alle megahappy. Es war eine Erfahrung, die uns keiner mehr nimmt, wir werden noch lange daran zurückdenken.“ Die Fans hingegen seien etwas patriotischer an die Sache herangegangen, „sie haben schon gesagt, dass wir die Besten waren“, meint der Kapellmeister schmunzelnd und ergänzt: „Es hat einen wohlverdienten Sieger gegeben.“

Das beste Blasorchester der Steiermark und das zweitbeste Österreichs mit seinen Fans vor dem Wiener Rathaus
Das beste Blasorchester der Steiermark und das zweitbeste Österreichs mit seinen Fans vor dem Wiener Rathaus © MV St. Lorenzen im Paltental und Umgebung

Neuer Versuch denkbar

Wird St. Lorenzen einen erneuten Versuch starten, den Titel zu erringen und deshalb beim nächsten Landesbewerb wieder teilnehmen? „Den ,Polka, Walzer, Marsch‘-Bewerb gibt es nur alle paar Jahre, jetzt stehen andere Wettbewerbe an. Wenn es soweit ist, kann ich mir aber gut vorstellen, dass wir es wieder versuchen.“