Das Festival des österreichischen Films bietet vom 18. bis 23. März 2026 zum 29. Mal in Graz eine große Bandbreite an Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen sowie innovativen Filmen, sowohl im Wettbewerb als auch den Spezialschienen. Hier sind fünf cineastische Empfehlungen, die ihr auf der kommenden Diagonale nicht verpassen solltet:
The Stories
Ägypten, 1967. Während die Kriegsgefahr über dem Land schwebt, erhält Ahmed eine Nachricht aus Österreich – Liz hat auf seine Suche nach einer Brieffreundin reagiert. Und Ahmeds Traum, trotz seiner bescheidenen Herkunft Pianist zu werden, nimmt Gestalt an: Liz drängt ihn zu einem öffentlichen Konzert. Ein Film über Ägyptens politischen Wandel am Beispiel einer einfachen Familie – zwischen Widerstand, Drama, Niederlage und Triumph.
Regie: Abu Bakr Shawky
Dauer: 120 Minuten
AMS – Arbeit Muss Sein
Marie (Margarethe Tiesel) bekommt mit ihren 58 Jahren in der modernen Arbeitswelt keinen Job mehr und kaum noch einen Fuß auf den Boden, Mahdiya (Mariam Hage) will als Frau mit Migrationshintergrund Polizistin werden – und das kann sich die AMS-Angestellte Kathi (Marie-Luise Stockinger) schlicht nicht vorstellen. Gemeinsam mit anderen Leidtragenden nehmen Marie und Mahdiya ihr Schicksal selbst in die Hand. Weshalb anstelle eines tristen Sozialdramas ein schwungvolles Offbeat-Musical seinen Lauf nimmt.
Regie: Sebastian Brauneis
Dauer: 100 Minuten
Die fruchtbare Phase endet gleich
Ein Paar mit Kinderwunsch flieht vorm Regen in ein Geschäft, da piept die Handy-App: „Die fruchtbare Phase endet gleich!“ Man will in der Umkleidekabine zur Zeugung schreiten, doch Unbill wartet: neugierige Blicke, Stellungskrisen, Sexgespräche und andere Lustkiller.
Regie: Fanny Rösch
Dauer: 6 Minuten
Mosquito
Sommer in Wien. Der 15-jährige Matthias verbringt seine Zeit damit, bis spät in die Nacht mit seinem besten Freund Leo durch die Stadt zu strawanzen. Doch auch einen Jugendlichen sticht das Leben: Über der gemeinsam verlebten Zeit liegt eine unbestimmte Schwere, ausgelöst von Verlust.
Regie: Varia Garib, Kirill Komar
Dauer: 15 Minuten
Frutti di mare
Anna plant die Flucht aus ihrem lähmenden Provinzleben, doch eine geisterhafte Begegnung sorgt für einen Aufschub. Eine verschleppte Aufbruchserzählung, angesiedelt in der steirischen Provinz und mit guten Verbindungen zu den Genretropen des Unheimlichen wie der Groteske.
Regie: David Lapuch
Dauer: 49 Minuten
Motherigine
Beginnend mit der Geburt der Tochter Lotti dokumentiert Sophie Bösker drei Jahre ihren Alltag und prüft ihn auf die Umsetzung von Halbe-halbe. Mit dabei sind der Partner Georg („Superdaddy“) und eine Kamera, die der Regisseurin als Ventil dient: für Bekenntnisse, Klagen, Wutausbrüche und einen Battle-Rap.
Regie: Sophie Bösker
Dauer: 30 Minuten
Entstanden in Kooperation mit der Diagonale.