Die Ausstellung spannt einen Bogen vom Impressionismus bis an die Schwelle der Moderne und vereint 84 Werke bedeutender Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie führt durch zentrale künstlerische Umbrüche, die die europäische Kunst nachhaltig geprägt haben, und bietet einen eindrucksvollen Überblick über mehr als ein halbes Jahrhundert künstlerischer Entwicklung. Zu sehen sind unter anderem Werke von Claude Monet, Vincent van Gogh, Camille Pissarro, Alfred Sisley, Pablo Picasso, Piet Mondrian, Wassily Kandinsky, René Magritte, Max Ernst, Paul Klee und Giorgio de Chirico.

Besucher in Betrachtung eines Gemäldes von Pierre Bonnard
Besucher in Betrachtung eines Gemäldes von Pierre Bonnard © Fabrice Gallina

Die Ausstellung wird von der Region Friaul-Julisch Venetien in Zusammenarbeit mit PromoTurismoFVG, der Stadt Udine und MondoMostre realisiert und steht unter der Schirmherrschaft des Schweizer Generalkonsulats in Mailand. Kuratiert wird sie von David Schmidhauser, leitender Kurator des Kunst Museum Winterthur, und Vania Gransinigh, Leiterin der Civici Musei di Udine und verantwortliche Konservatorin der Casa Cavazzini. Gransinigh betont: „Die Programmierung einer kulturellen Institution bedeutet nicht nur, die Sammlungen aufzuwerten, sondern sie in Instrumente der Erkenntnis zu verwandeln, die in der Lage sind, eine breite Gemeinschaft einzubeziehen und ein Gefühl der Zugehörigkeit sowie gemeinsame Werte zu schaffen. Dies erfordert eine Vision, die wissenschaftliche Forschung und Vermittlung miteinander verknüpft und die lokale mit der internationalen Dimension in Beziehung setzt.

Pierre Bonnard - Marine, grand voilier, ca. 1911
Pierre Bonnard - Marine, grand voilier, ca. 1911 © SIK-ISEA Zürich

Aus diesen Voraussetzungen entstand die Ausstellung Impressionismus und Moderne, die um die Verbindung zwischen den Begriffen Moderne und Modernismus aufgebaut ist, wie sie von der Kunstgeschichtsschreibung zur Interpretation der künstlerischen Entwicklungen zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert verwendet werden.“ Im Zentrum steht ein bedeutender Bestand der Sammlung des Kunst Museum Winterthur mit einem Schwerpunkt auf dem Weg vom Impressionismus über die klassische Moderne bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Neben Meisterwerken von Monet und Pissarro beleuchtet die Schau Strömungen wie Postimpressionismus, Kubismus und Surrealismus und zeichnet die Entwicklung hin zur Abstraktion nach – von den radikalen Kompositionen Piet Mondrians bis zu den organischen Formen Hans Arps, im Spannungsfeld von Wahrnehmung, Material und Idee.

Camille Pissarro – Le Boulevard Montmartre, mardigras, 1897
Camille Pissarro – Le Boulevard Montmartre, mardigras, 1897 © SIK-ISEA Zürich