Der markante Doppelgipfel des Dachsteins steht Pate für die hochkarätige Denkfabrik „Doppelgipfel“, die 2021 von Wien Energie ins Leben gerufen wurde und seither im Zweijahresrhythmus abgehalten wird. Er hat das Ziel, im direkten Austausch von Entscheidungsträger:innen aus Politik und Wirtschaft sowie Expert:innen zukunftsweisende Ideen und Lösungen rund um energie- und klimapolitische Fragen zu generieren. 2026 widmete sich der Doppelgipfel dem Thema „Von der Rezession zur Investition: Infrastruktur als Chance für die österreichische Standortpolitik“.
Die Highlights zum Nachschauen:
Themen & Thesen
Rund 50 geladene Teilnehmer:innen, angeführt von Barbara Eibinger-Miedl, Staatssekretärin im Finanzministerium, Peter Weinelt, Generaldirektor der Wiener Stadtwerke sowie dem steirischen Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer, haben sich 2026 der Herausforderung gestellt, politische und wirtschaftliche Weichenstellungen und Aktionsfelder zu erarbeiten.
Tag eins der Veranstaltung stand ganz im Zeichen eines Kamingesprächs und einer Diskussion mit dem Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Felbermayer zu regionalwirtschaftlichen Effekten von Investitionen in Erneuerbare Energien (siehe Artikel rechts).
Am zweiten Tag ging es mit der Dachsteinbahn auf 2700 Meter Seehöhe, wo in der neu errichteten Bergstation vier Schwerpunktthemen in kleinen, wechselnden Arbeitsgruppen vertieft diskutiert wurden. Themen, die von ihrer Relevanz großes Gewicht für den aktuellen und zukünftigen Wirtschaftsstandort Österreich haben.
Vier Schwerpunktthemen
Investieren trotz Rezession – welche Standortpolitik bringt Österreich wieder auf Kurs? Bei diesem Topic standen jene wirtschafts- und standortpolitischen Weichenstellungen im Fokus, die notwendig sind, um (neue) Investitionen in Österreich zu fördern und wieder zu stärken.
Thema zwei widmete sich der Energie- und Netzinfrastruktur, den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie den erforderlichen Investitionen in Erzeugung, Netze und Speicher.
Wie kann die Transformation finanziert werden? Dabei wurden Modelle und Lösungen entworfen, die Zukunftsinvestitionen in Energie- und Infrastrukturprojekte langfristig sichern sowie Risiken für Unternehmen abfedern sollen.
Nicht zuletzt brauchen große Standort- und Infrastrukturprojekte auch Akzeptanz in der Bevölkerung. Wie man diese gewinnen und Vertrauen aufbauen kann, wurde im vierten Schwerpunkt diskutiert.
Investitionen & Impulse
Bevor die Teilnehmer:innen in die Diskussionen eintraten, wurden sie von Peter Weichbold, GF der Planai-Hochwurzen-Bahnen, mit einem Einblick in die Investitionstätigkeiten seines Unternehmens begrüßt. Ihm folgten zwei Impulsvorträge von Barbara Eibinger-Miedl sowie Willibald Ehrenhöfer. In denen standen u. a. geplante legislative Maßnahmen, Finanzierungsprogramme sowie Standortfaktoren wie Preis- und Versorgungsstabilität im Mittelpunkt.
Die Ergebnisse
Zum Abschluss wurden noch die erarbeiteten Vorschläge präsentiert. Als zentrale Punkte fanden sich darin u. a. der Bürokratieabbau und die Beschleunigung von behördlichen Verfahren, die Investitionssicherheit, die Förderung neuer Finanzierungsinstrumente sowie bundesländerübergreifendes Agieren. Und: Dass große Infrastrukturprojekte durch offene und ehrliche Botschaften einen Rückhalt in der Bevölkerung finden können.