Die Sommer werden heißer, die Winter milder und schneearmer. Hitzeperioden, Dürren und Starkregen treten immer häufiger und intensiver auf und wirken sich zunehmend auf unseren Alltag aus – von der Infrastruktur bis hin zur Lebensmittelversorgung. Die Klimakrise betrifft alle Bereiche unseres täglichen Lebens, unter anderem die Land- und Forstwirtschaft. Sie ist einerseits stark vom Klima abhängig und unmittelbar von Extremwetterereignissen sowie Ernteverlusten betroffen. Andererseits trägt sie selbst zu den globalen Treibhausgasemissionen bei. Diese wechselseitige Beziehung macht deutlich, wie dringend Anpassungsmaßnahmen und neue Wege in der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung notwendig sind.
Gefragt sind Lösungen, die auf wissenschaftlicher Forschung beruhen, um die Landwirtschaft – und damit unsere Ernährung – zukunftsfähig zu gestalten. Eine klimagerechte Bewirtschaftung von Böden und Pflanzen kann nicht nur zur Stabilisierung von Erträgen beitragen, sondern zugleich positive Effekte für den Klimaschutz erzielen. Maßnahmen wie eine verbesserte Bodenbewirtschaftung, vielfältige Fruchtfolgen, regenerative Anbaumethoden oder der Einsatz erneuerbarer Energien auf landwirtschaftlichen Betrieben stärken die Widerstandsfähigkeit und schonen natürliche Ressourcen.
Die Zukunft unseres Ernährungssystems entscheidet sich jedoch nicht allein in der Landwirtschaft. Produktion, Verarbeitung, Handel, Konsum und Entsorgung sind eng miteinander verknüpft. Unsere Ernährungsgewohnheiten prägen Landschaften, beeinflussen Biodiversität, Klima und Gesundheit. Ein nachhaltiges Ernährungssystem erfordert daher ein vernetztes Denken entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Acker bis hin zum Teller und darüber hinaus.
Vor dem Hintergrund der vielfältigen Herausforderungen veröffentlicht das Ökosoziale Forum die Faktensammlung „Vom Acker zum Teller“. Sie beleuchtet aktuelle Problemstellungen, innovative Lösungsansätze und zeigt Wege auf, wie ein zukunftsfähiges, resilientes Agrar- und Ernährungssystem gestaltet werden kann.