Zu Besuch im Kieser-Studio Graz: Keine trällernde Hintergrundmusik, keine Sauna, keine Bar. Nichts davon gibt es im Studio in der Babenbergerstraße 2 – und übrigens auch nicht in allen anderen Studios der Kette rund um den Globus. Selbstbesinnung statt Selbstdarstellung lautet die Devise. Es geht nicht um die neuesten Fitnesstrends, sondern darum, Körper und Geist gesund und leistungsfähig zu erhalten. Die Maschinen, so nennen sich die eigens entwickelten Kraftgeräte mit Exzentertechnik bei Kieser, stehen im Mittelpunkt.

Minimaler Zeitaufwand, maximaler Kraftgewinn

Trainiert wird nach der Methode des Hochintensitätstrainings, kurz HIT. Bedeutet, bei jeder Übung wird in einem Satz von 90 bis 120 Sekunden in die lokale muskuläre Erschöpfung gegangen. Danach folgt eine Regenerationsphase von mindestens 48 Stunden. Zwei knackige Einheiten à 30 Minuten pro Woche genügen für effizientes Training. Eine Herangehensweise, die unterschiedlichste Zielgruppen anspricht. „Wir haben Kundinnen und Kunden von 13 bis 90 Jahren, die bei uns trainieren“, erzählt Stephan Pürschl, Betriebsleiter des Studios in Graz.

Stefan T. aus Gratkorn trainiert nach einem Motorradunfall zweimal wöchentlich im Kieser-Studio Graz
Stefan T. aus Gratkorn trainiert nach einem Motorradunfall zweimal wöchentlich im Kieser-Studio Graz © KLZ/Manuel Hanschitz

Ob zur Verbesserung der Körperhaltung, zur Vorbeugung von Rückenbeschwerden, zur allgemeinen Optimierung der Beweglichkeit, als ergänzendes Krafttraining in der Sportvorbereitung oder einfach, um mehr Kraft für den Alltag zu haben – die Gründe für ein Training nach der Kieser-Methode können ganz unterschiedlicher Natur sein. Bei Stefan T. war es der Wunsch, nach einem Motorradunfall wieder zur vollen Kraft zu kommen. Infolge des Unfalls mit mehreren Knochenbrüchen und anderen Verletzungen litt er unter muskulären Dysbalancen.

Anfang Jänner 2024 entschied sich der Gratkorner nach der Reha und begleitend zur Physiotherapie mit dem Training bei Kieser zu beginnen. Bereits nach zwei bis drei Monaten stellten sich die ersten „spürbaren“ Erfolge ein. „Das Training hat mir sehr geholfen, ich habe insgesamt weniger Rückenschmerzen und alle anderen muskulären Defizite, die durch den Unfall entstanden sind, konnte ich weitestgehend ausgleichen – auch mein Physiotherapeut ist begeistert“, freut sich Stefan T.

Trainingsauftakt – so laufen die ersten Wochen bei Kieser ab

Wer wie Stefan T. ebenfalls bei Kieser trainieren möchte, vereinbart einfach einen Termin im Studio der Wahl. Zu Beginn steht ein kostenloses Einführungstraining mit ausführlicher Anamnese, Zieldefinition und Klärung gesundheitsrelevanter Fragen am Programm. Nachdem der individuelle Trainingsplan entwickelt wurde, geht es an die Maschinen. Um von Anfang an höchste Qualität zu gewährleisten, begleiten Kieser-Instruktorinnen und -Instruktoren die ersten drei Trainingseinheiten und machen mit dem Konzept und der korrekten Handhabung vertraut.

Vom vierten bis zum neunten Training wird dann selbständig trainiert. Die Instruktorinnen und Instruktoren stehen jedoch beratend zur Seite und achten auf eine korrekte und effektive Ausführung. Es folgt die medizinische Trainingsberatung, bei der medizinisches Fachpersonal das Trainingsprogramm auf die körperliche Konstitution abstimmt.

Eine medizinische Trainingsberatung gehört bei Kieser dazu: Sie hilft, das Trainingsprogramm aus medizinischer Sicht anzupassen
Eine medizinische Trainingsberatung gehört bei Kieser dazu: Sie hilft, das Trainingsprogramm aus medizinischer Sicht anzupassen © Kieser Training

Bioelektrische Impedanzanalyse

Beim zehnten Training wird die Körperzusammensetzung mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse, kurz BIA, gemessen. „Die BIA gibt Aufschluss über die Verteilung von Muskel- und Fettmasse. Aus den Resultaten lassen sich Empfehlungen für zukünftige Trainingsinhalte ableiten. Sie ist für uns ein wichtiger Indikator, um noch besser beraten zu können“, erklärt Stephan Pürschl. Danach folgt wiederum eine begleitete Trainingseinheit, bei der die Bewegungssicherheit sowie die Überprüfung der Einstellungen der Maschinen im Fokus stehen. Außerdem nimmt ab hier die Belastungssteigerung zu und es fängt an schwerer zu werden.

24 Sekunden, so lange dauert die Bioelektrische Impedanzanalyse, die Aufschluss über die konkrete Körperzusammensetzung gibt
24 Sekunden, so lange dauert die Bioelektrische Impedanzanalyse, die Aufschluss über die konkrete Körperzusammensetzung gibt © KLZ/Manuel Hanschitz

Jedes zwanzigste Training wird persönlich begleitet

Von Training zu Training nimmt nun die Belastung immer weiter zu. Trotzdem steht die Qualität der Bewegung stets im Vordergrund und so wird auch das zwanzigste Training – und darüber hinaus obligatorisch jede weitere zwanzigste Einheit – von den Instruktorinnen und Instruktoren begleitet. Damit wird sichergestellt, dass die Qualität des Trainings bis zum Ende konstant bleibt.

Die Maschine zur Kräftigung des Beckenbodens A5 misst computergestützt während des Trainings die Aktivität der Muskeln auf einem Bildschirm – das macht das Beckenbodentraining einfach und wirkungsvoll
Die Maschine zur Kräftigung des Beckenbodens A5 misst computergestützt während des Trainings die Aktivität der Muskeln auf einem Bildschirm – das macht das Beckenbodentraining einfach und wirkungsvoll © KLZ/Manuel Hanschitz

Kieser, der Rückenspezialist

Derzeit gibt es acht Studios in Österreich. Kundinnen und Kunden haben die Möglichkeit, in jedem Studio weltweit zu trainieren. Die Ausstattung der Studios ist nahezu identisch. Die speziellen Trainingsmaschinen, die Kieser entwickelt, produziert und vertreibt, ermöglichen eine gezielte Kräftigung bestimmter Muskelgruppen. Das gilt auch für die computergestützten Rücken- und Nackenmaschinen, auf die man besonders stolz ist. Denn seit über 55 Jahren sagt das Schweizer Traditionsunternehmen insbesondere Rückenschmerzen den Kampf an.

Entstanden in Kooperation mit Kieser Training GmbH.