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IMMOBILIENSPEZIALIST GERALD GOLLENZ:„Wir bauen in Graz derzeit noch immer zu wenig“

INTERVIEW. Der Branchenvertreter der steirischen Immobilien- und Vermögenstreuhänder, Gerald Gollenz, im Gespräch über aktuelle Tendenzen auf dem Grazer Wohnungsmarkt.

© Gery Wolf
 

Wie würden Sie den Grazer Immobilienmarkt jemandem beschreiben, der keine Ahnung von dieser Stadt hat?

GERALD GOLLENZ:
Den Markt kennzeichnet nach wie vor ein großer Zuzug an Menschen, daher eine große Nachfrage nach Miete und Kauf. Die Mieter sind finanziell allerdings relativ stark eingeschränkt. Auf dem Käufermarkt finden sich viele Interessenten, die für sich selbst oder für Anlagezwecke zum Vermieten eine Wohnung suchen.

Das Angebot scheint großteils auf Anleger ausgerichtet zu sein.

GERALD GOLLENZ: Was auffällt, ist ein starkes Gefälle zwischen großen Projekten mit gleich 200 Wohnungen und relativ kleinen mit zehn bis zwölf Einheiten. Der Mittelbereich mit 30 bis 40 Wohnungen fehlt. Das ergibt sich aber auch aus der Topografie: In den äußeren Bezirken gibt es die großen Grundstücke, wo jetzt Großprojekte umgesetzt werden, im innerstädtischen Bereich kommen nur kleine Grundstücke in den Verkauf.

Welche Wohnung ist für Anleger perfekt?

GERALD GOLLENZ: Meiner Meinung nach ist die Zwei-Zimmer-Wohnung mit 46 oder 48 Quadratmetern ideal. Ich halte nichts von Mikrowohnungen mit 28 oder 26 Quadratmetern, weil die aus meiner Sicht pro Einheit zu viel kosten.

Wie sehen Sie die Preisentwicklung?

GERALD GOLLENZ: Wir haben seit Jahren ein relativ stabiles Preisgefüge. Daran wird sich - mit einigen Ausreißern - auch in der nächsten Zeit nicht viel ändern.

Gebaut wird in Graz wohl mehr als genug?

GERALD GOLLENZ: Es ist noch immer zu wenig - weniger als wir angesichts des Zuzugs in Graz bräuchten. Das ist zumindest die allgemeine Einschätzung. Auf dem Mietensektor haben wir auf den unterschiedlichsten Plattformen derzeit aber auf jeden Fall ein gutes Angebot.

Im Vergleich zum Österreich-Schnitt liegen die Grazer Preise für Eigentum ungefähr wo?

GERALD GOLLENZ: Wir sind ziemlich genau in der Mitte. Zwischen Umlandgemeinde und Graz-Geidorf bewegen wir uns zwischen 2500 und 4000 Euro pro Quadratmeter.

Blicken wir über den Grazer Stadtrand hinaus: Welches Bild zeigt sich da?

GERALD GOLLENZ: Im Raum Gleisdorf und Leibnitz hat sich einiges getan. Man merkt auch, dass durch die Koralmbahn und die gute Verkehrserschließung Richtung Deutschlandsberg einiges los ist. Wo Infrastruktur geschaffen wird, ist auch Wohnraum gefragt, weil die Leute es durchaus schätzen, auf dem Land zu leben - wenn damit nicht allzu große Fahrtstrecken zum Arbeitsplatz entstehen.

 

Zur Person

Gerald Gollenz ist Fachgruppenobmann der steirischen Immobilien- und Vermögenstreuhänder.
Er war 30 Jahre lang in leitenden Positionen führender Immobilienunternehmen auf dem österreichischen Immobilienmarkt tätig, seit 2012 arbeitet er als selbstständiger Projektentwickler.

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Eowyn1812W
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na warum wohl...

damit mehr Geld gemacht wird!! es ist haarsträubend das mit anzusehen. überall gibt es überschwemmungen weil vieles verbaut wird das nicht verbaut werden darf doch das interessiert niemanden, es geht immer nur ums geld. zb;in antridz neben radfahrweg und andritzbach, ständig ist diese siedlung unter wasser gestanden obwohl vor dem kauf allen versichert wurde das da nix passieren kann...haha selten so gelacht...

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furki
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Herr Gollenz,

was denken Sie sich eigentlich? Haben Sie gar keine Verantwortung der Umwelt gegenüber? Warum müssen wir jeden Fleck verbauen, geht es doch auch um die Fauna und Flora, und um die wichtigen Freiräume für die Menschen!! Warum muss Graz wachsen, erklären Sie mir das! Das ist absoluter Wahn.....

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