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WOHNPORTRÄT

Das Penthouse im Schloss

Georg Hauska brachte mithilfe seiner Architektin Martina Legat neues Leben in den alten Dachboden eines ehemaligen Schlosses in Graz. Von Daniela Bachal

© (c) ©Oliver Wolf
 

Eine Dachwohnung mit 35 Quadratmeter Terrasse und Blick über die Stadt, rundherum 12.000 Quadratmeter Garten – eine versteckte Parklandschaft mitten in Graz. Als kleine Draufgabe sind für die neun Wohnungen in diesem Haus auch noch eigene Ackerparzellen für Gemüse reserviert, nebst einer kleinen Gartenhütte. Was will man mehr? Das klingt nicht nur schön, sondern auch teuer.

 

Grundriss Dachgeschoss Foto © LEGAT

Georg Hauska hatte aber Glück: Er ist im ehemaligen Schloss St. Johann in Mariatrost aufgewachsen. „Meine Eltern wohnen nach wie vor im Erdgeschoß“, erzählt der Hausherr. Als sich 2001 die Gelegenheit für ihn bot, eine damals schon ausgebaute 53 Quadratmeter große Wohnung unter dem Dach zu kaufen, schlug er zu – zumal zu dieser Wohnung ein Stück roher Dachboden gehörte, der die Chance bot, den Wohnraum später einmal zu vergrößern.

 

(c) ©Oliver Wolf
Der Hausherr Georg Hauska und seine Architektin Martina LegatFoto © (c) ©Oliver Wolf

Im Vorjahr ging Hauska den Dachausbau, der eine Verdoppelung der Wohnungsgröße bringen sollte, tatsächlich an. Die geeignete Planerin für das Projekt fand er im Freundeskreis: Die Grazer Architektin Martina Legat hatte Hauska schon vor Jahren ihre Idee für den Umbau skizziert. Im Wesentlichen wurde dieser Plan nun umgesetzt. Die große Herausforderung dabei bestand im Anspruch, sehr behutsam mit der Substanz umzugehen, den Charakter der alten Dachlandschaft möglichst zu erhalten und dabei doch ein neues Penthouse mit Terrasse zu schaffen.

Die Dachterrasse, auf der das Geländer noch fehlt Foto © (c) ©Oliver Wolf

Legat nahm für die neuen Proportionen an der Giebelwand des Hauses im Süden Maß: Der Aufbau springt hier sozusagen zuerst ein Stück zurück, um dann abzuheben. Das Dach mit der 30-Grad-Neigung (wie vor dem Umbau) wurde erhöht und westseitig zur Terrasse hin aufgeklappt. Das neue Wohnzimmer bietet jetzt bis zu drei Meter Raumhöhe, um 90 Zentimeter mehr als im alten Dachboden.

 

Das Projekt in der Visualisierung Foto © LEGAT ARCHITEKTUR

Beim Ausbau kamen Holzfertigelemente mit einer Außenhaut aus beschichtetem Alublech in Oxidrot zum Einsatz. Der Farbton der Dachhaut wirkt vertraut: Er prägt die Gaupen der Grazer Altstadt und war auch für dieses Dach vorgeschrieben. Sonst gab es bei dem Projekt relativ viel Spielraum, das Gebäude steht nämlich nicht unter Denkmalschutz.
In Summe ging der ganze Umbau des Daches heuer binnen fünf Monaten reibungslos über die Bühne – und blieb im vorgegebenen Kostenrahmen von 200.000 Euro.

 

Homestory: Dachausbau in einem alten Schloss

Die Giebelwand auf der Südseite des Hauses wirkt von unten betrachtet kaum verändert

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Ostseitig ist der Zubau am besten zu erkennen

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Innen ist der Raum nun bis zu drei Meter hoch.

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Der Hausherr und seine Architektin

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Vom neuen Wohnzimmer geht es direkt auf die Terrasse.

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35 Quadratmeter mit Blick über die Stadt. (Das Geländer wird demnächst geliefert bzw. montiert)

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Das noch nich eingerichtete neue Schlafzimmer mit dem Fenster nach Osten.

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Das Bad wurde vergrößert.

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Ein Blick ins Stiegenhaus.

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Das war die Baustelle. Das neue Penthouse wurde mit Holzfertigelementen errichtet.

LEGAT

Das Schloss auf einer historischen Aufnahme.

KK

Eine Aufnahme von 1960

KK
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