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BlütenprachtDie schönsten blauen Herbstblüten im Garten

Bald wird allerorten der goldene Herbst besungen. Allem Gold und Gelb zum Trotz kann der Garten einen fulminanten blauen Blütenrausch inszenieren.

Leuchtend blaue Schönheiten im Garten © (c) angor75 - stock.adobe.com (Andrey_Gorgots)
 

Sie meinen, es ist noch viel zu früh, den Herbst herbeizuschreiben? Wenn die Herbstanemonen zur vollen Blüte ansetzen und im Wald die Alpenveilchen ihr zartes Parfum verströmen, dann lässt sich die nahende Jahreszeit kaum noch leugnen. Auch laut phänologischem Kalender marschieren wir schnurstracks auf den Frühherbst zu - die schwarzen Holunderbeeren schaukeln in dicken Büscheln an den Zweigen und die Kornelkirschen legen sich ihre rote Farbe zu.

Den Staudenbeeten schlägt die Stunde der Spätblüher, viele von ihnen sind blaublütige, die eine besondere Atmosphäre verbreiten und dem Garten zu mehr Größe verhelfen. Nebenbei ein wunderbarer Trick für begrenzte Refugien.

Magische Farbe

Blau, diese magische Farbe, hat die Menschen schon immer fasziniert. Der Farbe des Himmels und des Meeres haftet im Reich der Blüten ein Hauch Exklusivität an. Pflanzenzüchter mühten sich bisher vergeblich, eine blaue Rose oder eine blaue Dahlie zu kreieren.

„Blau ist ein Herrscher der Gärten. Diese Farbe in ihren Gipfelschönheiten macht gartenfroher als andere. Sie behauptet ihre Heiterkeit gegen Regen und Gewölk“, schwärmte der deutsche Gartenphilosoph und Staudenzüchter Karl Foerster. Tatsächlich entfaltet die Farbe ihre wahre Wirkung im gedämpften Licht. Die von Schriftstellern und Dichtern geprägte blaue Stunde kommt nicht von ungefähr.

Vier Herbstfavoriten

Herbst-Eisenhut (Aconitum carmichaelii): Das späte Prunkstück stammt aus China und zählt mit der üppigen Blütenpracht zu den Herbstattraktionen im Garten. Er mag kühle und halbschattige Standorte und einen durchlässigen Boden.

Kugeldistel (Echinops): Die stattliche Pflanze mit den stacheligen Bällen setzt im Staudenbeet späte Akzente. Die ausdauernde mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler braucht vollsonnige Plätze und gut durchlässige Böden.

Herbst-Astern: Wenn schon fast alle anderen Stauden im Verblühen sind, startet die Spätzünderin erst richtig los und öffnet am Ende der stark verzweigten Stängel ihre blauen Sternchen mit dem gelben Knopf in der Mitte. Es gibt viele blau-violettblaue und einige reinblaue Sorten der weithin leuchtenden Stauden.

Bartblume (Caryopteris): Der sonnenhungrige und wärmeliebende Halbstrauch erfreut mit seinen blauen Blüten Menschen und Bienen gleichermaßen. Die Bartblume stammt aus China, blüht am einjährigen Holz und verträgt im Frühjahr einen kräftigen Rückschnitt.

Spätzünder im Garten

Die Hauptrolle in den Beeten und Rabatten übernehmen die Spätzünder, die jetzt zur Bestform aufblühen und bis weit in den Oktober hinein mit ihrer himmlischen Farbe entzücken. Von der Kugeldistel bis zur Bartblume, von allerlei Herbstastern bis zum Eisenhut (siehe Kasten oben) reicht das Angebot.

Sie erfreuen nicht nur das Herz von Gartlerin und Gartler, sondern sind auch ein spätes Dorado für die Insektenwelt. Das blaue Blütenmeer zieht Bienen, Hummeln und Schmetterlinge magisch an, findet sich hier zum Saisonausklang doch reichlich Nahrung, wenn anderswo die Nektartafel bereits geschlossen worden ist.

Blauer Rittersporn

Wer vorausschauend den blauen Rittersporn nach der ersten Blüte rigoros zurückgeschnitten hat, auch die Dreimasterblume laufend gestutzt und bei Katzenminze und Sommersalbei ebenso verfahren ist, kann sich im Herbst über eine zweite Blührunde freuen. Eine blaue sommerliche Draufgabe zu all den echten Spätblühern.

Sie haben nicht viel Blaues für das Saisonfinale im Garten? Verzagen Sie nicht und greifen Sie zum Blaumacher aus dem Samensackerl. Bienenfreund (Phacelia), jetzt im August gesät, öffnet noch im Herbst seine blauen Blüten und macht seinem Namen alle Ehre.

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