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EZB-Chefin LagrdeKommt der digitale Euro? "Wir sollten vorbereitet sein"

Bisher aber noch keine Entscheidung zu Einführung getroffen. Europäer verwendeten zunehmend digitale Wege beim Zahlen und Sparen. Ergänzung von Banknoten und Münzen möglich.

© (c) AFP (FREDERICK FLORIN)
 

Die Europäische Zentralbank (EZB) muss sich laut Chefin Christine Lagarde darauf vorbereiten, nötigenfalls einen digitalen Euro zur Ergänzung von Banknoten und Münzen auszugeben. Die Europäer nutzten zunehmend digitale Wege beim Geldausgeben, beim Sparen und auch bei ihren Investitionen, teilte die Notenbankchefin am Freitag mit.

Die EZB habe die Aufgabe, für Vertrauen in die Währung zu sorgen. "Das bedeutet sicherzustellen, dass der Euro fit ist für das digitale Zeitalter. Wir sollten vorbereitet sein, einen digitalen Euro bereitzustellen, sollte der Bedarf aufkommen."

Die EZB veröffentliche dazu einen umfassenden Bericht einer Arbeitsgruppe, die sich mit den Vorteilen und Risiken eines digitalen Euro beschäftigte. Nach Auffassung der Währungshüter stellt ein digitaler Euro die Notenbank zwar vor Herausforderungen. Diese könnten jedoch mit angemessenen Strategien in der Ausgestaltung der digitalen Währung angegangen werden. Bisher habe der EZB-Rat allerdings noch keine Entscheidung gefällt, ob ein digitaler Euro bereitgestellt werden soll.

Digitale Währungen funktionieren auf Basis einer sogenannten Blockchain - also über eine Kette von Datenblöcken, die sich mit jeder Transaktion ausbaut. Ein solcher Euro würde dabei als digitale Einheit existieren und für Online-Geschäfte verfügbar sein.

"Ergänzung zum Bargeld, kein Ersatz"

Die EZB erklärte, eine solche elektronische Form von Zentralbankgeld könnte von der breiten Bevölkerung genutzt werden - genauso wie Bargeld, nur in digitaler Form. Die Währungshüter versicherten, ein digitaler Euro wäre eine Ergänzung zum Bargeld, kein Ersatz: "In jedem Fall wird das Eurosystem auch weiterhin Bargeld ausgeben."

Bisher hat der EZB-Rat nach Angaben der Notenbank in Frankfurt keinen Beschluss zur Ausgabe eines digitalen Euro gefasst. Geplant ist nun ein Austausch mit Bürgern, Wissenschaftlern, dem Finanzsektor und Behörden, um Vor- und Nachteile eines digitalen Euro abzuwägen. Ein öffentliches Konsultationsverfahren werde am 12. Oktober eingeleitet. Gleichzeitig werde die Testphase beginnen, ungeachtet des finalen Beschlusses, teilte die EZB mit.

Kommentare (4)

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fwf
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Ganz klar

Der Euro ist am Ende. Die Schulden der Euro-Staaten können nie und nimmer zurückgezahlt werden, daher muss eine neue Währung her ! Die EU-Bürger werden es bezahlen.
Ärgerlich ist nur die Verlogenheit unserer "Volksvertreter".

Edlwer
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Wo ist der Unterschied zur Bargeldlosen Zahlung?

Nicht das einer glauben muss ich könnte nicht zwischen Bargeld und Bitcoin unterscheiden, aber wozu ein digitaler Euro.
Es reicht doch schon dass die selbsternannten Besseren alle Bargeldtransfers auslesen können, wollen sie jetzt auf jeden Euro auch noch draufschreiben wann er wo, wem gehört hat (so ähnlich ist es mit Bitcoin und Blockchain).
Und damit den Energieverbrauch des Geldtransfers ins unendliche treiben.
Haben die, die solche Gedanken spinnen schon mal mitbekommen dass die Ressourcen der Erde jetzt schon überschritten werden!
Wenns so weitergeht zahlen wir in 50 Jahren sowieso wieder mit Steinen!

Luki3i2
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Stimmt so nicht.

Also Blockchain bei nem D€ wär super, da man den Geldfluss gut kontrollieren kann und Steuerhinterziehungen schwer wird. So kann endlich der große Steuersünder an die Kasse gebeten werden.

Energieeffizienz ist ein gutes Thema, aber in dieser Hinsicht gibt es Lösungen . Ein Grazer Startup (Artis.eco) ist hier Paradebeispiel, die brauchen trotz Blockchain nur 10Haushalte Strom um das Netzwerk am laufen zu halten. Im vergleich Visa braucht ~45.000 Haushalte und Bitcoin~ 500.000 um das System laufen zu lassen... Nebenbei, Artis ist die günstigste Blockchain im ganzen Cryptodschungel

Aber ja würde es herkömmlich auf der BTC - Chain laufen wäre dies nicht tragbar.

Pelikan22
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Damit die Banken noch mehr Einfluss haben!

Milliarden gehen bei einer Bank im Burgenland verloren und sind für die Gläubiger nicht mehr einbringbar. Und da soll man diesen Fachleuten vertrauen? Was hat der kleine Sparer davon, wenn der Herr Bankdirektor "sitzen" geht?