Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

BilligfluglinieRyanair klagt gegen jede Staatshilfe für Airlines

Air France und SAS von Einspruch betroffen. Klagen gegen alle Airlines, die Hilfe vom Staat bekommen, angekündigt.

BRITAIN-IRELAND-HEALTH-VIRUS-AVIATION-RYANAIR
© APA/AFP/OLI SCARFF
 

Die Billigfluggesellschaft Ryanair geht gegen die Corona-Staatshilfen für Airlines juristisch vor und hat vor dem Europäischen Gerichtshof Einspruch gegen staatliche Beihilfen für Air France und SAS eingelegt. Zur Einordnung: Auch in Österreich hat Ryanair als Besitzer der Laudamotion wenig Freude mit etwaigen staatlichen Finanzhilfen für die Lufthansa-Konzerntochter AUA.

"Bisher hat die Europäische Kommission nur zwei Entscheidungen getroffen, und wir haben formell gegen diese Entscheidungen Berufung eingelegt, und wir werden vor Gericht gehen", sagte Ryanair-Finanzchef David O'Brien am Dienstag.

Ryanair fürchtet Marktverzerrung

Der Einspruch betrifft sowohl Air France als auch SAS. Zur wirtschaftlichen Bewältigung des Reiserückgangs angesichts der Corona-Pandemie hatte die französische Regierung beschlossen, die Air France zu unterstützen, indem sie der Airline erlaubt, bestimmte Steuerzahlungen aufzuschieben. SAS bekam von den Regierungen Dänemarks und Schwedens einen Kredit in Höhe von 3,3 Milliarden Kronen (310 Millionen Euro), für den die Staaten garantieren.

Reisenbranche in der Krise

Die Reisebranche ist besonders schwer von den Auswirkungen der Pandemie betroffen.

Die Airlines mussten wegen eines europäischen Reiseverbots fast alle ihre Flieger am Boden lassen, weshalb Regierungen Hilfen für staatliche Fluggesellschaften gewährt haben oder diese in Betracht ziehen.

"Die Garantie bedeutet, dass die SAS diese Summe niemals zurückzahlen muss", sagte O'Brien. In Bezug auf Air France sagte er, die Tatsache, dass französische Fluggesellschaften "keine französischen Flughafensteuern zahlen müssen, aber nicht-französische Fluggesellschaften schon", sei eine Marktverzerrung. "Wir werden gegen alle Entscheidungen der Europäischen Kommission über staatliche Beihilfen, Berufung einlegen", sagte O'Brien weiter. Ryanair ist eine private Billigfluggesellschaft, die nationale und internationale Strecken in einer Reihe von europäischen Ländern anfliegt.

 

Kommentare (5)
Kommentieren
fans61
2
12
Lesenswert?

Und ich hoffe Ryanair bekommt Recht

wegen Wettbewerbsverzerrung und erspart dadurch dem österreichischen Steuerzahlern eine Menge Geld.
Die ÖVP-dominierte Bundesregierung verschleudert unser aller Geld - eine Frechheit!

landbader
2
12
Lesenswert?

Gescheit

Gescheiter wäre die Umschulung von jenen zu finanzieren die tatsächlich ihren Arbeitsplatz bei der AUA verlieren, statt gutes Geld schlechtem hinterher zu werfen.

landbader
2
9
Lesenswert?

Absurde Summen

Die AUA hat vor um 20% zu schrumpfen, von derzeit 7000 Angestellten auf 5600 zu reduzieren. Das soll den österreichischen Steuerzahler 767 Millionen oder 137.000 € pro geretteten Arbeitsplatz kosten.

georgXV
4
32
Lesenswert?

Finger weg !!!

von unseren Steuergeldern für börsennotierte Firmen / Gesellschaften !

Robinhood
6
34
Lesenswert?

Super

Das ist die richtige Antwort auf die unnötigen Spielchen von Politikern die keine Ahnung von freier Marktwirtschaft haben aber immer von Liberalismus sprechen.