Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

10 Milliarden EuroCoronahilfen: Wohin wie viel Geld bisher tatsächlich geflossen ist

Nach einem Monat zog Regierung Zwischenbilanz. Kritik an zu viel Bürokratie. EU gegen Aus für Beihilferegeln.

CORONAVIRUS: WIRTSCHAFTSKAMMER / COVID-19 HAeRTEFALL-FONDS: ANTRAG
© APA/HANS KLAUS TECHT
 

1. Es vergeht keine Woche, in der nicht Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft angekündigt werden. Wie viel Geld ist bisher tatsächlich geflossen?
Finanzminister Gernot Blümel und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck haben gerade eine Zwischenbilanz über die bisherigen Staatshilfen für Unternehmen gezogen. „Nach einem Monat sind bereits Soforthilfen und Liquidität in der Höhe von 5,7 Milliarden Euro finanziert worden.“ Rechne man noch die Kurzarbeit hinzu, seien es mittlerweile über zehn Milliarden Euro, so Blümel. Es gebe Steuerstundungen im Ausmaß von rund vier Milliarden Euro und vom Härtefallfonds seien in der ersten Phase 121 Millionen Euro über die Wirtschaftskammer ausbezahlt worden, bei 144.000 Anträgen.

Kommentare (14)

Kommentieren
medikus60
3
4
Lesenswert?

Wenn ich die Kommentare lese erscheint es mir, dass begonnen wird, auch einmal zu hinterfragen und einige sind ja direkt aufgewacht! Ich verstehe diese Regelung der Kurzarbeit ohnehin nicht. Von 40 oder 38 Wochenstunden auf 20 zu reduzieren ist für mich Kurzarbeit, doch nur 10% zu arbeiten? Das ist Kurzarbeit?

Ein sehr guter Freund arbeitet als Lehrlingsbetreuer in einer Einrichtung der WKO. Es wurde Kurzarbeit (10%) bewilligt. Ich habe gestern gefragt wann er arbeiten geht, da ja keine Schüler da sind. Antwort; Er geht nicht arbeiten! Die 10 Prozent werden dann, bei Normalbetrieb eingearbeitet! Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass bei dieser Aktion sehr viele Zuckerln verteilt werden und im Endeffekt wieder die Großen den meisten Nutzen daraus ziehen. Für Zeiten der Krise (Auftragseinbrüche, Wirtschaftskrisen usw.) gibt es die Möglichkeit Arbeit auszusetzen. Sogenannte Aussetzverträge werden zw. Dienstgeber (WK) und Dienstnehmer (AK) abgesprochen. Der Dienstnehmer geht in die Arbeitslose, hat jedoch die bindende Zusage wieder eingestellt zu werden. Ebenso hat der Dienstgeber die Gewissheit, dass der Arbeitnehmer wieder zurückkommt. Wenn man das so gemacht hätte und die Regierung die Zuverdienstregelung gelockert hätte (es hätte das ALVG geändert werden müssen, doch man hat jetzt einige Gesetzte sehr schnell geändert), dann hätten wir das Problem der Erntehelfer womöglich nicht, vielleicht würden einige in der Pflege zuverdienen usw.. Auf alle Fälle hätte es durch diese Vorgehensweise sicherlich keine "Mauscheleien" gegeben, die jetzt andauernd geschehen, ja und gekoster hätte es auch viel weniger. Wir alle müssen das einmal zurückzahlen! Ein Danke schon jetzt an alle Pensionisten, die nichts von den 38 Milliarden abbekommen, doch zurückzahlen werden sie auch müssen, denke ich.

Balrog206
0
3
Lesenswert?

Ja medi

Teilweise hast vielleicht recht !! Nur bekommt der An 80-90% seines Gehaltes je nach Höhe , und als Arbeitsloser ca 55-60% ! Und alle Ansprüche wachsen weiter !

medikus60
0
0
Lesenswert?

@Balrog206, Ansprüche werden auch bei ALG nicht verloren. Die Bezugszeit ist Ersatzzeit für die Pension, Bezugshöhe bleibt bei Berechnung der Pensionshöhe ausser Betracht und durch die "Abfertigung Neu" hat man auch keinen Verlust zumal das auch meistens im Aussetzvertrag festgeschrieben wird.

Natürlich hat die Münze immer zwei Seiten. Im Moment ist es für den Kurzarbeiter natürlich super. Bekommt 80-90 % vom Lohn, muss, wenn überhaupt, 10% Arbeiten und die andere Zeit kann man Freizeitvergnügen nachgehen. Der nächste Betrieb hat Kurzarbeit angemeldet, bekommt 80% vom Lohn ersetzt und die Bediensteten arbeiten normal, oder annähernd normal weiter, wie hier von Useren berichtet wurde. Ist keine Kritik, lediglich eine Feststellung. Auf der anderen Seite gab es hier in der KLZ einen Artikel über den Mangel an Erntehelfern und Pflegepersonal und von vielen den Wunsch, dass Arbeitslose einspringen könnten. Ich dachte mir daher, wenn man das attraktiv macht, der Arbeitslose 55 % seines Lohnes an ALG bekommt, nochmals so viel zuverdienen darf, verbliebe mehr im Geldtascherl als vorher und wenn man den Ges.betrag auch noch auf die Pension anrechnen würde, wäre das ein gutes Geschäft. Man macht sich halt so seine Gedanken, da mir ges. 40 Milliarden und ich befürchte es bleibt nicht dabei, schon Kopfschmerzen bereitet, aber vermutlich ging bzw. geht es nicht anders.

wiesengasse10
1
14
Lesenswert?

Ein leicht ungutes Gefühl hab ich wenn's so sein sollte dass man nur auf die Ehrlichkeit der Betriebe angewiesen ist...

Heut erzählt mir mein Müllmann, der brav den Müll abführt und die Umwelt Saubermacht.... dass er auch beim Dienstgeber unterschreiben musste, dass er in Kurzarbeit sei. Arbeiten tut er aber um keine Minute weniger !! Einfach eine Anzeige beim AMS machen, oder was soll man tun ? Schaut die Gewerkschaft genauer hin ?

Balrog206
1
1
Lesenswert?

Bei

Uns zb wird nur mehr jedes 2 mal der Gewebe Müll entleert ! Also haben diese definitiv weniger Arbeit ! Außerdem muss man ja alle Aufzeichnungen abliefern , und alles was mehr gearbeitet wurde als Kurzarbeit angemeldet wird auch normal bezahlt !

scionescio
1
6
Lesenswert?

@wiesengasse10: ich kann dir aus dem Stegreif mindestens 10 Firmen aufzählen ...

... wo an die MA eine offizielle Dienstanweisung ergangen ist, dass sie nicht mehr als 10% der üblichen Arbeitszeit in der Zeiterfassung buchen dürfen - der direkte Vorgesetzte weist dann aber schon im 4 Augengespräch darauf hin, dass natürlich niemand daran gehindert werden kann, mehr zu arbeiten als in der Zeiterfassung aufscheint ... und falls es doch noch nötig wird, MA abzubauen, wird es dann halt zuerst die treffen, die ...

Balrog206
2
2
Lesenswert?

Wie

Überall wird s solche u solche geben, aber diese ganzen Ober schlauen Behauptungen die jeder Grundlage widersprechen sind einfach nur Kac,. !

Patriot
4
11
Lesenswert?

Wenn die ÖVP verhindert, dass die Oppsition lückenlos Einblick in die Förderungenliste erhält, setzt sie sich der Gefahr aus, ihre Klientel zu bevorzugen! Dann kann sie sich die nächste NR-Wahl abschminken!

.

pescador
0
17
Lesenswert?

.

Ich glaube der Staat sollte auch jetzt nicht mit Steuergeld um sich werfen als gäbe es kein morgen. Betriebe die schon vor der Corona-Krise auf tönernen Füßen standen, sollten nicht mit Steuergeld für ein paar Monate künstlich am Leben erhalten werden.

Pollheim
8
6
Lesenswert?

Schön...

...das sich die Steuerberater aufregen. Da ich selbst sehr viel mit Kurzarbeitsanträgen tun habe, kann ich getrost sagen, dass es genau die diese sind, die mit Unwissenheit Betriebe verunsichern und die Abwicklung unnötig verkomplizieren.

fans61
22
31
Lesenswert?

Der ÖVP muß man immer auf die Finger schauen...

wenn's um Geld für ihre Leute geht!
Kein Vertrauen in diese Regierung unter Kurz & Co.

ErwinZebedin
3
15
Lesenswert?

Steuerschulden

Es wäre interessant zu wissen, wieviel Steuerschulden die Unternehmen zum 31.12.2019 hatten. Ende 2018 waren es rund 8 Milliarden, überwiegend aus gestunderter Umsatzsteuer, welche die Unternehmen allerdings bereits
vereinnahmt haben. Die letzten 15 Jahre stellte immer die ÖVP den Finanzminister, und immer wieder wurden größere Steuerschulden erlassen. Wo blieb da die Kontrolle der anderen Parteien? Nicht ohne Hintergedanken wurde wohl die Bearbeitung der Förderungen während der Coronakrise überwiegend an die ÖVP dominierte Wirtschaftskammer übertragen.

Trieblhe
1
0
Lesenswert?

@erwin Zebedin

Höchst interessant, ich bitte um Beispiele solcher erlassenen Steuerschulden!

Lepus52
2
20
Lesenswert?

Die Kunden und die Arbeitnehmer

werden zum Ausgleich doppelt zur Kasse gebeten. Von einer Vermögenssteuer für superreiche Erben will man nichts hören.