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Betrieb durch LaudamotionRyanair dementierte Bericht über mögliche Airbus-Bestellungen

Österreichische Laudamotion in deutscher "Wirtschaftswoche" als Betreiberin für bis zu 100 zusätzliche Airbus-Flieger kolportiert, Ryanair dementiert.

© (c) APA/AFP/dpa/ANDREAS ARNOLD (ANDREAS ARNOLD)
 

Steht die irische Laudamotion-Mutter Ryanair wegen der Probleme durch die Lieferverzögerungen bei Boeings 737 Max womöglich vor einer erneuten Kehrtwende? Einem Pressebericht zufolge könnte Europas größter Billigfluggesellschaft nun doch beim Konkurrenten Airbus neue Flugzeuge ordern. Ryanair dementierte dies prompt.

Die Aktie von Airbus legte am Freitagvormittag um knapp 2 Prozent zu - profitierte dabei aber auch von positiven Analystenkommentaren. Das Magazin "Wirtschaftswoche" ("Wiwo") berichtete am Freitag unter Berufung auf Unternehmenskreise, Ryanair wolle über den Kauf von bis zu 100 Airbus-Fliegern verhandeln. Betreiben solle die Mittelstreckenflugzeuge vom Typ A320 und A321 die österreichische Tochter Laudamotion, schreibt das Magazin.

Selbst betreiben könne Ryanair die Maschinen nicht, da die Flotte des Billigfliegers im Gegensatz zu Laudamotion nur aus Boeing-Maschinen besteht. Die "Wiwo" zitiert eine Sprecherin von Laudamotion mit den Worten, dass die Österreicher derzeit in Verhandlungen mit Airbus über einen weiteren Flottenausbau stünden. Über die Anzahl der Flugzeuge wollte sie sich nicht äußern. Laudamotion hat bereits 23 Airbus-Maschinen in seiner Flotte.

Ein Ryanair-Sprecher wies dies zurück. Der Bericht sei "absolut falsch", kommentierte er.

Wäre Kehrtwende

Eine Großbestellung bei Airbus würde eine erneute Kehrtwende Ryanairs bedeuten, schreibt die "Wiwo". Bereits Anfang vergangenen Jahres habe Ryanair-Chef Michael O'Leary bei dem europäischen Luftfahrtkonzern eine Großbestellung von bis zu 100 Maschinen aufgegeben, habe dann im Herbst aber einen Rückzieher gemacht. Begründet wurde dies laut "Wiwo" mit der zu hohen Auslastung bei Airbus, die auf Jahre ausgebucht seien. Der tatsächliche Hintergrund soll laut eines Unternehmenskenners jedoch gewesen sein, dass der Konzernlenker von Airbus hohe Rabatte von bis zu 50 Prozent und mehr gefordert habe, wie sie es auch bei Boeing angeblich gerade für das Max-Modell gebe, schreibt das Blatt. Diese Rabatte habe ihm Airbus aber auf keinen Fall gewähren wollen. Nun sei Ryanair aber vor allem beim Preis deutlich kompromissbereiter, schreibt die "Wiwo".

Die derzeitige Krise bei Boeing gefährdet die Wachstumspläne von Ryanair. Die irische Gesellschaft hat mehr als 450 herkömmliche Boeing 737 in der Flotte. Zudem hat sie 135 Exemplare der Neuauflage 737 Max bestellt, aber noch kein einziges Exemplar erhalten. Ryanair hatte als Reaktion auf die Engpässe angekündigt, mehrere Basen schließen zu wollen.

Nach dem Absturz von zwei Flugzeugen des Typs bei Airlines in Indonesien und Äthiopien mit 346 Toten hatten Behörden in aller Welt ein Startverbot für den Typ verhängt. Ob und wann die Maschinen wieder abheben dürfen, ist offen. Der US-Sender CNBC sowie die Nachrichtenagentur Bloomberg hatten Anfang der Woche unter Berufung auf Kreise berichtet, dass das Flugverbot noch Monate andauern könnte und Boeing nicht davon ausgehe, dass die 737 Max vor Juni oder Juli wieder zugelassen werde.

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