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Um 10 ProzentUnternehmen steigern Ausgaben für Forschung massiv

Die 500 Großkonzerne mit den weltweit höchsten Forschungs- und Entwicklungsausgaben haben laut einer EY-Studie ihre Innovationsausgaben im Jahr 2018 um rund 10 Prozent erhöht.

© (c) APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY (TIMOTHY A. CLARY)
 

Der US-Internetriese Amazon steigerte seine F&E-Ausgaben um 27 Prozent auf umgerechnet 24,4 Milliarden Euro und erreichte erneut Platz eins. Die heimische voestalpine (Platz 419) und Andritz (478) schafften es auch ins Ranking.

Auf Rang zwei lag unverändert die Google-Muttergesellschaft Alphabet mit 18,2 Milliarden Euro F&E-Ausgaben vor dem südkoreanischen Elektronik-Konzern Samsung (14,4 Milliarden Euro) und Microsoft (12,5 Milliarden Euro). Am stärksten - um 23 Prozent - steigerten die chinesischen Konzerne ihre Ausgaben, schreiben die Studienautoren der Beratungsgesellschaft EY. Insgesamt investierten die Top-500-Unternehmen im vergangenen Jahr 606 Milliarden Euro (2017: 552 Milliarden Euro) in ihre Forschung und Entwicklung.

Neben IT-Konzernen schafften es vor allem Pharmafirmen ins Top-10-Ranking: Roche, Johnson & Johnson und AbbVie erreichten die Plätze acht bis zehn. Als einziges Industrieunternehmen kam der deutsche Autobauer Volkswagen (VW) mit Rang fünf in die Top-10 und war mit 12,1 Milliarden Euro auch der größte F&E-Investor in Europa.

"Digitalisierung hat Investitionsboom ausgelöst"

"Die Digitalisierung hat einen Investitionsboom ausgelöst, der stetig an Dynamik gewinnt", kommentierte der EY-Berater und Country Managing Partner EY Österreich, Gunther Reimoser, die aktuellen Zahlen. Es sei "in vielen Branchen ein Wettlauf um Innovationen und technologische Führerschaft entbrannt". Reimoser verwies darauf, dass Europa bei Forschung und Entwicklung von den USA abgehängt werde. Die F&E-Ausgaben der fünf größten Investoren mit Sitz in den USA lagen insgesamt bei knapp 82 Milliarden Euro, die fünf größten europäischen Konzerne gaben nur 43 Milliarden Euro aus. "Europa hat derzeit Probleme, den Anschluss zu halten", so das Fazit des EY-Beraters.

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