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Bis zu 18 Euro je TicketFrankreich führt 2020 Ökosteuer auf Flugtickets ein

Frankreich will ab nächstem Jahr eine Steuer auf Flugtickets einführen. Pro Ticket können bis zu 18 Euro fällig werden. Air France erwartet erhebliche Schwächung im Wettbewerb.

© APA (dpa/Archiv)
 

Frankreich will ab nächstem Jahr eine Steuer auf Flugtickets einführen. Von der Abgabe verspreche sich das Land ab 2020 Einnahmen von rund 180 Millionen Euro, sagte Verkehrsministerin Elisabeth Borne am Dienstag. Die Steuer soll demnach gelten für Flüge, die in Frankreich starten. Pro Ticket könnten dann 1,50 Euro bis 18 Euro fällig werden - je nach Klasse und Flugziel.

An der Börse setzte die Ankündigung die Aktienkurse von Air France und Lufthansa unter Druck. Die französische Fluggesellschaft kritisierte die Steuerpläne. Diese bedeuteten eine erhebliche Schwächung des Unternehmens im Wettbewerb. "Diese Steuer würde zusätzliche Kosten von mehr als 60 Millionen Euro pro Jahr bedeuten für die Air France Gruppe", hieß es in einer Mitteilung der Konzernführung.

Auch Österreich hat eine, von der Luftfahrtbranche heftig bekämpfte Ticketsteuer. Sie wurde mit 1. Jänner 2018 halbiert und beträgt seither pro Kurzstrecken-Ticket 3,50 Euro, auf der Mittelstrecke 7,50 Euro und für Langstreckenflüge 17,50 Euro.

Rund 180 Millionen Euro im Jahr

Laut Umweltorganisation Transport & Environment heben derzeit fünf europäische Staaten eine Steuer auf Flugtickets ein, neben Österreich Deutschland, Großbritannien, Italien und Schweden. Die in Frankreich geplante Abgabe bleibe hinter der deutschen Luftverkehrsteuer zurück. Sie soll dem Staat rund 180 Millionen Euro im Jahr einbringen, während die seit 2011 geltende deutsche Luftverkehrsteuer rund eine Milliarde Euro jährlich einspiele. Der in Frankreich geplante Steuersatz sei "ziemlich niedrig", eine Steuer von 1,50 Euro für einen Inlandsflug bis 18 Euro für ein Langstrecken-Businessticket werde vermutlich niemanden vom Fliegen abhalten. Deutsche Inlandsflüge würden mit 8 Euro pro Ticket, Langstrecken über 6000 Kilometer mit 45 Euro besteuert. Großbritannien habe mit rund 3,3 Milliarden Euro jährlich die höchsten Steuererlöse daraus.

Die Regierung von Präsident Emmanuel Macron hat sich auf die Fahnen geschrieben, mehr für den Klimaschutz zu tun. Eine geplante Erhöhung der Dieselsteuer wurde jedoch auf Eis gelegt, nachdem die Protestbewegung der "Gelbwesten" massiv dagegen Front gemacht hatte und die Umfragewerte des Präsidenten in den Keller rauschten.

Diese Erfahrungen gelten in Deutschland Skeptikern als abschreckendes Beispiel für eine sozial nicht ausreichend abgefederte Verteuerung von klimaschädlichen Treib- und Brennstoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bevorzugt in der Debatte über eine CO2-Bepreisung eher die Ausweitung des Emissionshandelssystems und nicht eine CO2-Steuer.

Kommentare (6)

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trucker8143
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Ja und

was passiert mit den eingenommenen Steuergeld? das wir wieder irgendwo versickern.

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duesentrieb1
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Flugzeug, nein Danke

Muss man wirklich fliegen, geht es nicht anders. Gibt es nur Urlaubsziele mit Flugzeug. Einfach abartig. Denkt einmal nach. #flygskam !!!

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MedAH
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Guter Ansatz!

Aber nur wenn es tatsächlich der Bahn zugute kommt!

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Amadeus005
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Verbot negativer Ticketpreise würde schon reichen

Kein Ticket darf weniger als die Summe aller Gebühren (Flughafen, Security, ...)
Soll auch für den „(inter)nationalen Zuschlag gelten. Wenn ein reguläres Eco-Ticket hier 500€ Zuschlag hat, dann darf es kein Ticket <500€ geben. Geht aber zur Veräppelung der regulären Kunden.

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tenke
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Restplätze

Es ist aber noch immer besser man vergiebt Restplätze günstiger, bevor sie leer bleiben. Damit erspart man sich ganze Flüge.

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ronin1234
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Reaktion

100 Euro pro Ticket für alle Fluglinien auf der ganzen Welt wären angemessen.

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