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mister*lady Modekette insolvent: 13 der 35 Geschäfte sollen zusperren

Nach der Insolvenz der Modekette mister*lady dürfte mehr als ein Drittel der Filialen geschlossen werden. 63 Arbeitsplätze dürften verloren gehen.

Modekette eröffnete am Tag der Insolvenzanmeldung noch neue Filiale in Voitsberg
Modekette eröffnete am Tag der Insolvenzanmeldung noch neue Filiale in Voitsberg © Rainer Brinskelle
 

Wie Creditreform am Freitag mitteilte, ist die Schließung von 13 defizitären Standorten sowie der Abbau von 63 der 167 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geplant. Die betroffenen Filialen sollen nach einem mehrwöchigen Abverkauf geschlossen werden. Welche das sind, war zunächst nicht bekannt.

mister*lady hatte zuletzt österreichweit 35 Geschäfte. Der Großteil befindet sich in Einkaufszentren in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten.

Am Tag der Insolvenzanmeldung Filiale eröffnet

Die Gläubigerschützer wunderten sich am Freitag über den Zeitpunkt der Pleite. Es sei auch Sicht der Gläubiger ungewöhnlich, dass noch am Tag der Insolvenzeröffnung eine neue Filiale - nämlich die 35. - im steirischen Voitsberg eröffnet wurde.

mister*lady hatte am Donnerstag ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Das Handelsgericht Wien bestellte den Rechtsanwalt Christof Stapf zum Masseverwalter.

Nächste Modekette pleite

Es ist nach Vögele die nächste Modekette, die in die Zahlungsunfähigkeit schlitterte. Für mister*lady dürfte der Druck durch die Online-Konkurrenz zu groß geworden sein. Das Unternehmen soll aber fortgeführt werden.

Die österreichische mister*lady GmbH & Co KG ist eine Tochter des 1967 gegründeten deutschen Bekleidungsunternehmens mister*lady GmbH mit Sitz in Schwabach in Bayern. Der Mutterkonzern will seine insolvente Tochter in Österreich weiter mit Waren beliefern.

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