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Nach InsolvenzBurger King schluckt Rosenberger

Der österreichische Burger King-Franchisenehmer TQSR legt 40 Millionen Euro auf den Tisch. Rosenberger wird modernisiert. Die Raststätten sollen künftig gehobene österreichische Küche anbieten. Geplant ist auch ein "Rosenburger".

Burger King
© APA
 

Die US-Fastfoodkette Burger King schlägt beim insolventen Raststättenbetreiber Rosenberger zu. Der österreichische Franchisenehmer TQSR werde die Rosenbergeranteile übernehmen, teilte Creditreform am Mittwoch nach einer Gläubigerausschusssitzung mit. Der Kaufpreis beträgt der Aussendung zufolge 40 Millionen Euro, davon werden 30 Millionen Euro in die Raststätten investiert, der Rest geht an die Gläubiger.

"Rosenburger" und Eis für jüngere Kundschaft

Burger King will an der Marke Rosenberger festhalten.  Rosenberger soll "zukünftig für gehobene österreichische Küche im Rahmen eines modernen systemgastronomischen Konzepts" stehen. Für die Kunden sichtbar werden sollen die ersten Änderungen binnen eines Jahres. Nach zwei Jahren soll der Umbau abgeschlossen sein.

Ein jüngeres Publikum soll mit neuen Produkten wie veganen Speisen, Icecream oder dem „Rosenburger“ angesprochen werden. Der Rosenberger-Standort in Haag in Niederösterreich soll wieder eröffnet werden. Geschlossen wird hingegen die Raststätte Lindach in Oberösterreich, das kostet 19 Jobs.

Burger King und Rosenberger hatten bereits Anfang 2017 ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Es war geplant, dass sich Burger King in den Rosenberger-Raststätten einmietet. Wegen der finanziellen Schwierigkeiten von Rosenberger lag die geplante Kooperation aber auf Eis. "Die Übernahme unseres bisherigen Joint Venture Partners Rosenberger ermöglicht uns, endlich die geleisteten Vorarbeiten aufzugreifen und die Umsetzung des in vielen anderen europäischen Ländern erfolgserprobten Multibrand-Konzepts konkret anzugehen", erklärt TQSR-Chef Hartmut Graf.

Wer ist Burger King?

Das erste Burger King Restaurant eröffnete 1954 in Miamiseine Pforten. Der Whopper wurde erst drei Jahre später erfunden, er kostete damals 37 Cent.

In Puerto Rico eröffnete 1963 eröffnete das erste Restaurant außerhalb der USA. 1969 kamen die ersten Standorte in Kanada hinzu.

1975 gelang mit der Eröffnung des Restaurants in Madrid schließlich der Sprung nach Europa.

Heute ist Burger King weltweit mit 19.000 Restaurants in 100 Ländern vertreten und beschäftigt 400.000 Mitarbeiter.

In Österreich eröffnete im Jahr 2000 der erste Burger King.

 

Unter Dach und Fach gebracht werden soll der Rosenberger-Kauf am 12. März in der Sanierungsplantagsatzung. Der Burger-King-Franchisenehmer finanziert die Quote von 20 Prozent. Bis zur ersten Gerichtstagsatzung am 12. Februar haben 683 Gläubiger, darunter 420 Dienstnehmer, Forderungen in der Höhe von 23,7 Millionen Euro angemeldet.

TQSR steht im Eigentum der Theophil Group der Familie des Wiener Wirtschaftsanwalts Dieter Spranz und ist Masterfranchisenehmer der aktuell 50 Burger-King-Filialen in Österreich mit 450 Mitarbeitern. 20 Restaurants betreibt TQSR selbst. Nach Übernahme der Rosenberger Restaurant GmbH beschäftigt TQSR in Österreich rund 800 Mitarbeiter. Neben der Rosenberger-Übernahme sind für heuer sieben neue Burger-King-Lokale in Österreich geplant.

Kommentare (2)

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duerni
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Wir wettern über die Dummheit des US Präsidenten, Trump...

...... sollten aber einmal darüber nachdenken, warum dieser "Herr" vom amerikanischen Volk mit Mehrheit gewählt worden ist.
Das Nachdenken überlasse ich dem/r geneigten Leser/in aber wir wissen auch ohne Nachdenken, dass "nicht alles", was aus diesem Land kommt nachahmenswert ist - wir machen es trotzdem und opfern so nebenbei auch unsere Sprache und Kultur, denn...
- wir wählen nicht mehr - wir "voten"
- hinter der Bühne heisst nun "backstage"
- aktualisieren heisst nun "updaten"
Ich weiss, der Zusammenhang mit "Burger King statt Rosenberger" ist etwas dürftig aber habe mir erlaubt meinen Zorn auszudrücken .... ich werde die wütenden Entgegnung aushalten!

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Stratusin
0
5
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Wenigstens

ist es jetzt wieder in österreichischen Besitz.

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