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Kein BetriebChinesen lassen Salzburger Skilifte stillstehen

"Wenn ich ehrlich bin, habe ich die Hoffnung aufgeben, dass sich diesen Winter noch viel tut", sagte der Bürgermeister der Anrainergemeinde Krispl, Andreas Ploner (ÖVP).

© APA/Hans Klaus Techt
 

Im kleinen Salzburger Skigebiet Gaißau-Hintersee stehen die Lifte weiter still. Und es ist unklar, ob die Anlagen diesen Winter überhaupt noch öffnen. Eine klare Zusage des chinesischen Haupteigentümers der Bergbahnen gibt es nicht. Damit setzt sich die Unsicherheit der vergangenen Wochen weiter fort. Dabei wäre für den Betrieb einiger Lifte momentan sogar ausreichend Naturschnee vorhanden.

"Wenn ich ehrlich bin, habe ich die Hoffnung aufgeben, dass sich diesen Winter noch viel tut", sagte der Bürgermeister der Anrainergemeinde Krispl, Andreas Ploner (ÖVP), am Donnerstag zur APA. Die Bergbahnen hätten momentan weder einen Betriebsleiter noch einen Betriebsleiter-Stellvertreter, Mitarbeiter seien auf Urlaub, für die Pistenraupen wurde noch kein Diesel geordert. "Mir sind die Hände gegenüber einem Privatunternehmen leider gebunden. Ich kann ja die Betreiber nicht einmal erreichen."

Dabei hatte sich erst vor wenigen Wochen Optimismus in der Region breitgemacht. Zunächst standen die Zeichen im Rechtsstreit zwischen den Bergbahnen und den Österreichischen Bundesforsten (ÖBF), einem der größten Grundeigentümer im Skigebiet, auf Entspannung. Der Betreiber war vertraglich geregelte Pachtzahlungen und Bankgarantien schuldig geblieben, im November sicherte der chinesische Geschäftsführer Zhonghui Wang aber zu, zu zahlen und die Garantie nachzureichen.

Kurz darauf stellte er zudem neue Investitionen in Aussicht. Gegenüber den "Salzburger Nachrichten" sagte er vor zwei Wochen, dass er von der chinesischen Regierung die Zusage für weitere Investitionen in der Höhe von 33 Millionen US-Dollar erhalten habe. Und er wies darauf hin, in den vergangen Jahren mehr als sieben Millionen Euro in den Betrieb des Skigebiets und in die Region gesteckt zu haben. Ein Datum für einen geplanten Saisonstart nannte er aber nicht.

Fest steht aber, dass das wichtige Geschäft in den Weihnachtsferien diesen Winter ausfallen dürfte. Es ist auch nicht das erste Mal, dass Zhonghui Wang Investitionen angekündigt hat. Das in der Nähe der Stadt Salzburg gelegene Skigebiet mit seinen neun Liften ist für die Gemeinden Krispl-Gaißau und Hintersee wirtschaftlich wichtig, es verfügt aber über keine künstliche Beschneiung und ist deshalb von Naturschnee abhängig. Das Land Salzburg wäre auf jeden Fall bereit, Investitionen in Lift- und Beschneiungsanlagen mit 1,5 Millionen Euro zu fördern. "Das setzt aber voraus, dass auch der Eigentümer investiert und ein Betriebskonzept vorlegt. Danach sieht es momentan aber nicht aus", sagte ein Sprecher vom zuständigen Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am Donnerstag.

Die "Gaissauer Bergbahn GmbH" befindet sich seit 2016 zu 75 Prozent im Besitz der chinesischen J&Y Holding Group Ltd. in Peking. Der frühere Haupteigentümer Gernot Leitner ist mit seiner Masterconcept Consulting GmbH mit acht Prozent beteiligt. Zehn Prozent hält der Hinterseer Hotelier Albert Ebner, sieben Prozent besitzt die SPDM GmbH in Wien. Die APA konnte am Donnerstag zunächst keinen der Eigentümer erreichen.

Nach wirtschaftlich turbulenten Jahren stellten die Bergbahnen im Jänner 2017 einen Antrag auf Insolvenz, um mit einer Entschuldung den Betrieb langfristig abzusichern. Der Sanierungsplan wurde mehrheitlich angenommen, die Gläubiger erhielten damals eine 30 Prozent-Quote. Die vergangene Wintersaison soll wirtschaftlich dann durchaus zufriedenstellend verlaufen sein - dank guter Schneelage und obwohl auf Entscheidung des Mehrheitseigentümers keine Saisonkarten vor Weihnachten verkauft wurden.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

wirklichnicht
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Ist ja kein Wunder

Das Schigebiet hat 4 Schlepplifte und 3 Sessellifte, keine künstliche Beschneiung. Das kränkelnde Unternehmen wurde 2016 vom österreichischen Haupteigentümer an einen chinesischen Investor verkauft, der auch nichts mehr machen konnte und 2017 mit diesen Bergbahnen in die Insolvenz schlitterte. Jetzt halten weiterhin die Bundesforste die Hand auf und möchten vom Eigentümer eine kräftige Pacht haben.
Aber Schuld ist sicher der Chinese. Könnte es nicht auch einfach sein, dass der chinesische Investor von der heimischen Freunderlwirtschaft über den Tisch gezogen wurde und jetzt einfach nur sauer ist, da er schon viel Geld verloren hat? Man weiß es einfach nicht, denn die Geschichte ist von der APA und diese hat keinen der 4 Eigentümer (1 Chinese + 3 Österreicher) erreicht.

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bluebellwoods
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War zu erwarten

wenn immer mehr Ausflugsziele, Seilbahnen, Hotels an ausländische Investoren verkauft werde, die keinerlei Bezug zur Region haben. Wenn kein persönliches Interesse dranhängt, etwas zu erhalten, weil man dort lebt, sich wohlfühlt und Bauten, Landschaft für die eigenen Kinder bewahren möchte, dann verliert bald jeder Touristenort seine Authentizität.

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eston
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Heineken hat

In Deutschland nur Beteiligungen an Brauereien bekommen

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Amadeus005
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Und amerikanische Firmen kann keiner übernehmen

Europäische schon. Chinesische auch nicht. - Finde den Fehler.

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ronny999
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Dies passiert,

wenn Infrastruktur mehrheitlich an ausländische "Investoren" verscherbelt wird, weil sich Einheimische nicht einig sind und die Politik zu dumm ist bzw. das ganze Geld für Interessen im Sinne von Schweine am Trog rausgeworfen hat. Dasselbe hat ja auch ein Herr Pucher und ein Herr Rauscher am Nassfeld vor auch wenn sie jeden etwas anderes weis machen.

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Hildegard11
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Chinesen

Haben sie Menschen noch immer nicht kapiert, dass die immer freundlich grinsenden Chinesen die gefährlichste Macht werden/sind?? Seht mal genauer hin, wie es im unmittelbar chin. Einflussreich zugeht!!! Oder: Menschenrechte in China??

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zweigerl
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Wenn China sich erhebt

"Wenn China sich erhebt" lautete ein bekannter alarmierender Buchtitel in den fünfziger Jahren. Mit einer gewissen Zeitverzögerung ist nun diese globale Chinesierung in Gang gekommen. Fassungslos registriert man, dass sich bereits Schilifte in chinesischer Hand befinden und von Peking aus gesteuert werden. Nun, irgendein österreichischer Verkäufer ohne patriotisches Gewissen wird schon einen finanziellen Schnitt gemacht haben.

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Woadaggl
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Vielleicht ist der chinesische Mann...

... ein Energetiker so wie jener beim Krankenhaus Wien-Nord.

5-Elemente-Lehre im Jahr der Libelle. Kann man nicht gleich schießen, man muss warten, bis alles stimmt.

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Mr.T
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Das ist...


ÖVP Politik

Alles wird verkauft... Hauptsache der Gewinn stimmt!!!

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Oreidon
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Interessant....?

Was genau hat die Geschichte jetzt mit der ÖVP oder einer anderen Partei zu tun???

Wie dem Artikel zu entnehmen ist hat der frühere Eigentümer Leitner an einen Chinesen verkauft, es handelt sich also nicht um eine Privatisierung von Staatseigentum. Wenn sie sich beim Spar eine Wurstsemmel kaufen passiert rechtlich eigentlich genau das gleiche. Ist das dann auch parteipolitisch motiviert?

Manchmal kann der Beissreflex wahrlich ein Hund sein ;-)

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brosinor
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Eigentümer

Und Eigentümer Leitner war sicher ein Grüner...?!

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walterkaernten
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verkauf

So ist es eben wenn unsere investoren nicht mehr können, oder wollen.

EUROPA M U S S sehr aufpassen.
Viele betriebe und patente sind in der hand von eigentümern ausserhalb der EU.
Wenn wir uns nur mehr auf BILDUNG und PFLEGE konzentrieren, dann wird es bald ein BÖSES erwachen geben.

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NLoSt
6
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Ja mei

Woher sollen die patentierbaren Ideen kommen wenn wir die Bildung zurückschrauben ?

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walterkaernten
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patente

leider hat ÖSTERREICH hohe aufwendungen für bildung, aber dabei kommt nicht mehr viel heraus wie man sieht.
VERWALTUNG VERWALTUNG und F E R I E N.
Ja nicht üben, denn dass könnte die kinder und jugendliche überfordern...... Einfach fast nicht mehr zu retten.
Eltern sollen den kindern was lernen und üben.
Die schulen scheinen nur mehr fürs entertainment da zu sein......

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Eisapfel00
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Ja Ja

Noch mehr an die Chinesen bzw. ins Ausland Verkaufen.

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helmutmayr
2
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Ein Muster

Steyer Motorenwerk, Rosenberger, Gaissauer Bergbahnen.

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walterkaernten
3
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verkauf ans ausland

Jetzt kommt noch ATOMIC SKI dazu. Die werden auch von CHINA gekauft.
Wie es vor einigen wochen im forum zu lesen war, hat die BAWAG vor jahren ATOMIC ohne grund in den ausgleich getrieben.
JAMMERSCHADE.

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Baerli6
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Ich würde vorschlagen!

Gemma doch Schlitten fahren oder Schneeschuhwandern!
Und dann zum Chinesen Essen!

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