Von einem "sehr herausfordernden" Geschäftsjahr sprechen der Generaldirektor der Grazer Wechselseitigen Versicherung (Grawe), Klaus Scheitegel, sowie Othmar Ederer, Vorstandschef der Grawe-Vermögensverwaltung. Die gesamte Gruppe sei "unmittelbar mit der hohen Inflation und den einhergehenden Kostensteigerungen
konfrontiert" gewesen. Auch der starke Zinsanstieg und das damit verbundene Ausnahmejahr an den Kapitalmärkten prägten das abgelaufene Geschäftsjahr. Wirtschaftlich verkraftbar "und mittlerweile auch gänzlich verarbeitet, also bilanziell völlig bereinigt" seien die Entwicklungen rund um das Ukraine-Geschäft, so Scheitegel. Die Grawe-Gruppe ist im vom Krieg erschütterten Land mit zwei Gesellschaften und insgesamt rund 200 Mitarbeitern aktiv. "Emotional ist das nach wie vor sehr belastend." Man stehe weiterhin zum Engagement, habe eine Vielzahl von unternehmenserhaltenden Maßnahmen gesetzt und beteilige sich an zahlreichen Hilfsprojekten. Operativ war man in der Ukraine im Vorjahr mit einer massiven Zunahme von Cyberangriffen konfrontiert, "wir haben die Computersysteme dort vom Netz genommen und sichere Remote-Zugänge geschaffen, damit der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden konnte", so Scheitegel.